Märkte live 20:08 MEZ · Aktualisiert

Trump beschleunigt Quanten-Entwicklung: Gefahr für Bitcoin steigt

US-Präsident Trump forciert per Dekret den Bau von Quantencomputern und bringt Krypto-Netzwerke damit unter Zugzwang.

22. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ein leuchtender Quantencomputer im Hintergrund einer physischen Bitcoin-Münze

US-Präsident Donald Trump hat am Montag zwei Dekrete unterzeichnet, um die amerikanische Führungsrolle im Bereich Quantencomputing massiv auszubauen. Die Verordnungen sollen zudem den Übergang der Bundesbehörden zu quantensicherer Kryptografie beschleunigen.

Dieser politische Vorstoß rückt den sogenannten Q-Day spürbar näher. Damit bezeichnen Experten den Zeitpunkt, an dem leistungsstarke Quantencomputer heutige Verschlüsselungsstandards knacken könnten, was ein direktes Risiko für Krypto-Wallets und die digitale Leitwährung Bitcoin (BTC) darstellt.

Der rasante Weg zum Quantencomputer

Das erste Dekret weist US-Bundesbehörden an, bis zum Jahr 2028 einen wissenschaftlich relevanten Quantencomputer zu entwickeln. Das US-Energieministerium wird dabei die technischen Spezifikationen für das System definieren.

Zusätzlich sind Institutionen wie die NASA und das Verteidigungsministerium aufgefordert, innerhalb von fünf Jahren konkrete Pläne für den Einsatz von Quantentechnologien vorzulegen. Regierungsbeamte bezeichnen diesen Schritt als wichtige Zwischenetappe hin zu noch mächtigeren Systemen.

Verschärfter Zeitplan für Krypto-Sicherheit

Das zweite Dekret konzentriert sich auf die Cybersicherheit und zieht die Frist für die Einführung der Post-Quanten-Kryptografie drastisch vor. Anstatt bis 2035 müssen US-Behörden ihre Systeme nun bis Ende 2031 umstellen.

Diese beschleunigte Agenda unterstreicht die Dringlichkeit der Bedrohung. Für das Bitcoin-Netzwerk bedeutet dies, dass die Entwickler-Community ebenfalls zeitnah quantenresistente Signaturverfahren implementieren muss, um die Bestände der Nutzer langfristig vor neuen Rechenkapazitäten zu schützen.

Nationale Sicherheit als Treiber

Michael Kratsios, wissenschaftlicher Berater des Weißen Hauses, betonte im Vorfeld der Unterzeichnung, dass die Quantentechnologie höchste Priorität für die nationale Sicherheit habe. Bereits in Trumps erster Amtszeit seien die Budgets für Forschung und Entwicklung in diesem Bereich verdoppelt worden.

Die neuen Erlasse fordern nun erweiterte Programme zur Fachkräfteentwicklung und den Aufbau robuster Lieferketten. Zudem soll das FBI aktiv dabei helfen, die amerikanische Quantenforschung vor Cyberbedrohungen und Spionage zu bewahren.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

Ähnliche Artikel

Frankreich fordert Quanten-Sicherheit: Wachsende Gefahr für Bitcoin

Bitcoin gibt nach: Fed-Zinspolitik bremst Erholung trotz US-Iran-Deal

Bitcoin-Adoption in Japan: Nationaler Pensionsfonds investiert ab 2026