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Angreifer stehlen 90 Millionen US-Dollar in Bitcoin aus Coldcard-Wallets

Ein kritischer Fehler bei Coldcard-Wallets hat zum Diebstahl von 90 Millionen US-Dollar in Bitcoin geführt.

2. August 2026 · 23:56 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische Bitcoin-Münze liegt neben einer schwarzen Hardware-Wallet auf einem dunkelroten, absteigenden Kurs-Chart.

Ein schwerer Exploit bei Coldcard-Hardware-Wallets hat am Wochenende zu einem Verlust von rund 90 Millionen US-Dollar in Bitcoin (BTC) geführt. Der Fehler in der Seed-Generierung trieb verunsicherte Kleinanleger dazu, ihre Bestände massenhaft auf zentralisierte Börsen zu verschieben.

Schwachstelle in der Schlüsselgenerierung

Die betroffenen Nutzer der Hardware-Wallet fielen einem systematischen Fehler zum Opfer. Ein fehlerhafter Zufallszahlengenerator bei der Erstellung der Recovery Seeds ermöglichte es Angreifern, auf die privaten Schlüssel zuzugreifen.

Laut Daten von Galaxy Research summiert sich der Schaden über das Wochenende auf 1.367 Einheiten der größten Kryptowährung. Insgesamt sind 4.585 verschiedene Adressen von dem Diebstahl betroffen.

Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy Digital, warnte auf der Plattform X vor anhaltenden Angriffen. Nutzer sollten ihre Gelder umgehend von Coldcard-generierten Adressen abziehen, sofern dies noch nicht geschehen ist.

Flucht auf Krypto-Börsen erreicht Rekordwert

Die Unsicherheit im Bereich der Selbstverwahrung zeigt sofortige Marktauswirkungen. Kleinanleger suchten hastig Zuflucht bei zentralisierten Krypto-Börsen und alternativen Verwahrern.

Daten von CryptoQuant belegen, dass am Freitag 39.600 BTC in Transaktionen von weniger als einem Bitcoin verschoben wurden. Dies markiert den höchsten Wert seit November 2022, kurz nach dem Zusammenbruch der Handelsplattform FTX.

Das digitale Gold gerät damit in ein Spannungsfeld zwischen dem Risiko technischer Exploits und dem ursprünglichen Krypto-Ethos der eigenständigen Schlüsselverwaltung.

Regulatorischer Stillstand beim Clarity Act

Abseits der technischen Turbulenzen stockt in den USA die politische Regulierung. Der sogenannte Clarity Act droht im Senat zu scheitern, da die Frist für eine Abstimmung in wenigen Tagen abläuft.

Im Zentrum der Debatte stehen Ethikrichtlinien für Politiker im Umgang mit Krypto-Projekten. Streitigkeiten zwischen Demokraten und Republikanern über die Durchsetzung durch das Justizministerium blockieren den Fortschritt des Gesetzesentwurfs.

Zusätzlich bremsen anhaltende Differenzen rund um den Blockchain Regulatory Certainty Act sowie die Verzinsung von Stablecoins eine umfassende gesetzliche Lösung im US-Senat aus.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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