Bitcoin-Diebstahl: Maya Protocol nach Millionen-Exploit gestoppt
Maya Protocol wurde nach einem komplexen Exploit gestoppt, bei dem Hacker Bitcoin und Ether im Millionenwert erbeuteten.
Das dezentrale Handelsnetzwerk Maya Protocol hat nach einem verheerenden Exploit seine Blockchain angehalten. Durch eine komplexe Verkettung von Softwarefehlern konnten Angreifer Kryptowährungen im Wert von rund 1,7 Millionen US-Dollar erbeuten, darunter mehr als 20 Bitcoin (BTC).
Sechs Bugs ermöglichen falschen Kontostand
Ein technischer Bericht zeigt, dass der Angriff auf einer Abfolge von sechs verschiedenen Fehlern im Code basierte. Das System registrierte fälschlicherweise eine ausgehende Transaktion als vermisst und löste einen Kompensationsmechanismus für den betroffenen Liquiditätspool aus.
Dieser Sicherheitsmechanismus berechnete die Entschädigung jedoch falsch. Dem Pool wurden virtuell rund 49 Millionen systemeigene CACAO-Token gutgeschrieben, obwohl die Reserven des Netzwerks diesen Betrag nicht abdeckten.
Aufgrund eines weiteren Fehlers speicherte die Blockchain diesen künstlich aufgeblähten Kontostand permanent ab. Der Angreifer nutzte dies aus, zahlte eine minimale Summe ein und erlangte so die Kontrolle über 99 Prozent des fehlerhaften Pools.
Bitcoin und Ether massiv abgezogen
Mit der erbeuteten Dominanz tauschte der Hacker die fiktiven CACAO-Token gegen echte Werte aus anderen Pools. On-Chain-Daten belegen, dass 20,83 BTC im Wert von etwa 1,34 Millionen US-Dollar auf die Adresse des Angreifers flossen.
Zudem wurden rund 300.000 US-Dollar in weiteren digitalen Assets, darunter die zweitgrößte Kryptowährung Ether, entwendet. Die Folgeschäden für das Cross-Chain-Netzwerk fallen laut ersten Analysen sogar noch drastischer aus.
Durch nachfolgende Arbitrage-Geschäfte und Panikverkäufe sank der Gesamtwert der Liquiditätspools um schätzungsweise 10,9 Millionen US-Dollar. Der Kurs des CACAO-Tokens brach in der Folge um fast 89 Prozent ein.
Der Gründer des Projekts bestätigte den Vorfall auf der Plattform X und kündigte an, den Fehler schnellstmöglich beheben zu wollen. Das Team plant, den entstandenen finanziellen Schaden vollständig auszugleichen, sobald das Netzwerk wieder den Betrieb aufnimmt.


