Bitcoin-Diebstahl: FBI verfolgt konkrete Spur zum Coldcard-Hacker
Das FBI hat nach dem Diebstahl von 1.800 Bitcoin aus Coldcard-Wallets offenbar eine heiße Spur zum Täter gefunden.
Nach einem massiven Diebstahl von über 1.800 Bitcoin aus Coldcard-Hardware-Wallets hat das FBI offenbar eine konkrete Spur zum Täter. Ermittler des Zahlungsunternehmens Block konnten die Transaktionen eines ersten großen Angriffs mit einem kostenpflichtigen Konto bei einem Blockchain-Datenanbieter verknüpfen.
Schwachstelle in älteren Wallets führt zu Millionenverlust
Der Angriff nutzt einen fünf Jahre alten Fehler bei der Entropie-Erstellung aus. Betroffen sind Geräte ab der Version MK2 mit der Firmware 4.0.1 und neuer.
Bislang wurden in der größten Kryptowährung Werte von rund 118 Millionen US-Dollar entwendet. Der Hersteller Coinkite rät Nutzern dringend, ihre Bestände auf sichere Adressen zu verschieben.
Gestohlene BTC bleiben bislang unbewegt
Die erste und größte Welle des Angriffs umfasste allein 1.082,65 BTC. Diese digitalen Münzen liegen derzeit noch unangetastet auf der Adresse des Angreifers.
Dies weckt Hoffnungen auf eine mögliche Rückführung der Gelder an die Opfer. Analysten von Galaxy Research vermuten, dass der Täter auch für eine zweite Welle verantwortlich ist, bei der weitere 76 Einheiten des digitalen Goldes gestohlen wurden.
Ermittler identifizieren Nutzung von Analysediensten
Clay Garrett, leitender Ingenieur bei Block, bestätigte ein ungewöhnliches Muster bei den Transaktionen. Der Angreifer nutzte für seine Raubzüge systematisch einen bekannten Blockchain-Service.
Die internen Protokolle dieses Anbieters stimmen laut Garrett mit außergewöhnlicher Genauigkeit mit den On-Chain-Bewegungen überein. Ob es sich bei dem Täter um einen externen Hacker oder einen Insider handelt, bleibt nun Gegenstand laufender Untersuchungen.


