Bitcoin erreicht 64.500 US-Dollar durch massiven Short Squeeze
Ein Short Squeeze trieb den Bitcoin-Kurs auf 64.500 US-Dollar, doch Analysten bezweifeln die Nachhaltigkeit des Anstiegs.
Bitcoin hat zu Wochenbeginn kurzzeitig die Marke von 64.500 US-Dollar erreicht. Der Kurssprung am Montag wurde jedoch nicht durch echte Käufe ausgelöst, sondern durch Zwangsliquidierungen am Derivatemarkt.
Short Squeeze treibt den Kurs
Die On-Chain-Analyseplattform CryptoQuant bezeichnet die jüngste Preisaktion als Liquiditätsfalle bei geringem Handelsvolumen. Vor dem plötzlichen Anstieg tendierte die größte Kryptowährung noch bei rund 62.750 US-Dollar.
Auf den großen Handelsplätzen wie Binance, Bybit und OKX dominierten zu diesem Zeitpunkt die Leerverkäufer. Diese einseitige Marktpositionierung diente laut den Analysten als primärer Katalysator für einen massiven Short Squeeze, der den Preis in die Höhe drückte.
Insgesamt wurden am Montag 637 BTC an Short-Positionen liquidiert. Das entspricht dem höchsten Tageswert an Zwangsliquidierungen in dieser Kategorie seit dem 21. Juli.
Mangelnde Spot-Nachfrage birgt Risiken
Ein wesentliches Problem für die Nachhaltigkeit des aktuellen BTC-Kurses ist die fehlende Spot-Nachfrage. Direkte Käufer der Kryptowährung halten sich an den Spotmärkten derzeit merklich zurück.
Dieses Bild wird durch die jüngste Entwicklung der US-amerikanischen Krypto-Indexfonds verstärkt. In der vergangenen Woche verzeichneten die Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse in Höhe von 267,2 Millionen US-Dollar.
Die Experten von CryptoQuant warnen, dass ein Rückfall unter 60.000 US-Dollar die Marktstruktur deutlich schwächen würde. Sollte die Käuferseite weiterhin fernbleiben, steigt das Risiko einer umfassenderen Korrektur in Richtung der 50.000-Dollar-Marke.


