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Bithumb plant Börsengang für 2028 nach milliardenschwerem Bitcoin-Fehler

Nach einer fatalen Bitcoin-Panne plant die südkoreanische Krypto-Börse Bithumb eine Restrukturierung und ein IPO bis 2028.

3. August 2026 · 10:36 · 2 Min. Lesezeit
Das Logo der Krypto-Börse Bithumb vor einem Chart des Bitcoin-Kurses in Rot und Grün

Die südkoreanische Krypto-Börse Bithumb hat einen konkreten Dreistufenplan für einen Börsengang (IPO) im Jahr 2028 vorgelegt. Dieser Schritt folgt auf einen schwerwiegenden operativen Fehler im Februar 2026, der den lokalen Kurs von Bitcoin massiv einbrechen ließ.

Milliarden-Panne stürzt BTC-Kurs ab

Im Februar 2026 kam es bei einer Werbeaktion des Unternehmens zu einer fatalen Fehlbuchung. Mitarbeiter sendeten fälschlicherweise 620.000 BTC im Wert von rund 43 Milliarden US-Dollar an 249 Nutzer.

Eigentlich standen diesen Kunden lediglich 620.000 Südkoreanische Won in Form der größten Kryptowährung zu. Der Vorfall führte zu einem kurzzeitigen Absturz des lokalen BTC-Kurses um 17 Prozent.

Das Unternehmen konnte zwar 99,7 Prozent der fehlerhaften Bestände zurückholen, musste das restliche Defizit jedoch aus eigenen Reserven decken. Zudem verhängten die Aufsichtsbehörden empfindliche Strafen gegen den Handelsplatz.

Restrukturierung und neue Krypto-Steuer

Um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, treibt der Handelsplatz nun eine umfassende Restrukturierung voran. Bis 2026 sollen die internen Kontrollmechanismen vollständig überarbeitet werden.

Für 2027 ist der Antrag auf eine vorläufige Börsenzulassung geplant, bevor 2028 das eigentliche IPO stattfinden soll. Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist der Wechsel zu den internationalen Rechnungslegungsstandards K-IFRS.

Der Zeitplan steht in direktem Zusammenhang mit einem verschärften regulatorischen Umfeld in Südkorea. Ab Januar 2027 greift eine neue Krypto-Steuer von 22 Prozent auf Gewinne über 2,5 Millionen Won (etwa 1.740 US-Dollar).

Diese neuen Compliance-Anforderungen zwingen digitale Asset-Unternehmen dazu, ihre Governance-Strukturen deutlich zu professionalisieren, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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