CLARITY Act: Bernstein warnt vor weiterem Kursrutsch bei Bitcoin
Sollte der US-Senat den CLARITY Act nicht verabschieden, rechnet Bernstein mit einem Rücksetzer beim Bitcoin-Kurs.
Der Vermögensverwalter Bernstein warnt vor einem drohenden Rücksetzer am Kryptomarkt. Sollte der US-Senat den sogenannten CLARITY Act nicht vor der nahenden Sommerpause verabschieden, könnte dies zu einem raschen Kursrutsch bei Bitcoin führen.
Schwindende Chancen für neues Krypto-Gesetz
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY) zeitnah verabschiedet wird, sinkt kontinuierlich. Der US-Senat geht voraussichtlich Ende der Woche in die Sommerpause, was eine schnelle Entscheidung auf politischer Ebene nahezu ausschließt.
Laut den Analysten von Bernstein könnte dieses Scheitern eine unmittelbare und negative Kurzschlussreaktion der Industrie auslösen. Davon wäre den Experten zufolge nicht nur das digitale Gold betroffen, sondern der gesamte Markt für Kryptowährungen.
Auf der Prognoseplattform Polymarket spiegeln Händler diesen Pessimismus bereits wider. Die Quoten für eine Verabschiedung des Gesetzes noch vor Ende des Jahres sind zuletzt auf 31 Prozent gesunken, wobei Händler bereits rund 3,7 Millionen US-Dollar auf diesen Ausgang gewettet haben.
Regulierung könnte als Plan B greifen
Trotz der kurzfristig düsteren Aussichten für den BTC-Kurs sieht Bernstein auch einen potenziellen Silberstreif am Horizont. Die Analysten rechnen damit, dass der Markt im späten dritten oder frühen vierten Quartal, im Vorfeld der Zwischenwahlen, einen Boden finden wird.
Ein Scheitern des Gesetzesvorhabens im Senat könnte zudem die US-Regulierungsbehörden dazu zwingen, proaktiver zu handeln. Sowohl die Wertpapieraufsicht SEC unter dem Vorsitz von Paul Atkins als auch die Rohstoffaufsicht CFTC könnten ihre Bemühungen im Rahmen des sogenannten Project Crypto intensivieren.
Diese gemeinsame Initiative zielt darauf ab, mit bestehenden Befugnissen einen praktikablen Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Bernstein erwartet in diesem Fall klarere Vorgaben für Decentralized Finance (DeFi) sowie mögliche Ausnahmeregelungen für die Token-Ausgabe in der Übergangszeit.


