Ethereum-ETFs verbuchen Rekordmonat, doch Fed-Zinspause dämpft Nachfrage
Ethereum-ETFs verzeichnen starke Zuflüsse, doch die restriktive Zinspolitik der Fed sorgt für einen plötzlichen Nachfrageeinbruch.
Ethereum-Spot-ETFs haben im Juli mit Zuflüssen von über 365 Millionen US-Dollar den stärksten Monat seit neun Monaten verzeichnet. Der anfängliche Optimismus wurde jedoch in der letzten Juliwoche durch die Zinspause der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) massiv gebremst.
Zuflüsse in Ethereum-Fonds brechen nach starkem Start ein
Die zweitgrößte Kryptowährung profitierte zunächst von einem enormen Kapitalzufluss. Nach massiven Abflüssen im Mai und Juni drehte sich der Trend bei den institutionellen Investoren im Juli deutlich.
Dennoch verlor die Erholung schnell an Schwung. In der letzten Woche des Monats brachen die Anlagegelder in die ETH-Fonds um 74 Prozent auf 27,42 Millionen US-Dollar ein.
Auch die Preisentwicklung spiegelte diese Schwäche wider. Der Kurs der Smart-Contract-Plattform erreichte am 27. Juli ein vorläufiges Hoch von 1.967 US-Dollar, bevor er bis zum Wochenende auf rund 1.863 US-Dollar abrutschte.
Makroökonomie belastet den Krypto-Markt
Hauptgrund für den plötzlichen Rückzug der Investoren ist die anhaltend restriktive Haltung der Federal Reserve. Die Notenbank beschloss Ende Juli, den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen.
Da die Inflation weiterhin über dem Zielwert liegt, stimmten drei regionale Fed-Präsidenten sogar für eine Zinserhöhung. Derzeit preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 64 Prozent für eine weitere Anhebung im September ein.
Bitcoin und XRP senden gemischte Signale
Die makroökonomische Unsicherheit machte sich auch bei anderen Anlageprodukten bemerkbar. Bitcoin-Fonds verzeichneten wöchentliche Abflüsse in Höhe von 61,53 Millionen US-Dollar, womit eine dreiwöchige Kaufphase beim digitalen Gold endete.
Im Gegensatz dazu zeigten sich Ripple-Produkte widerstandsfähig. XRP-ETFs sammelten weitere 14,86 Millionen US-Dollar ein und trieben die kumulierten Zuflüsse auf über 1,5 Milliarden US-Dollar.
Ob sich das institutionelle Interesse im August erholt, hängt nun stark von den kommenden Wirtschaftsdaten ab. Das Jackson-Hole-Symposium der Fed Ende August dürfte den nächsten entscheidenden Impuls für risikobehaftete Anlageklassen liefern.


