Südkorea: Solana-Institut fordert frühe Stablecoin-Regeln
Ein neuer Bericht empfiehlt Südkorea, flexible Stablecoin-Regeln noch vor dem umfassenden Krypto-Gesetz umzusetzen.
Ein neuer politischer Bericht des Solana Policy Institute und Hashed Open Research fordert Südkorea auf, eine Stablecoin-Regulierung noch vor dem umfassenden Krypto-Gesetz einzuführen. Der am Mittwoch veröffentlichte Report empfiehlt übergangsweise Lizenzierungsrichtlinien sowie mehr Flexibilität für Emittenten von wertgedeckten Token.
Verzögerungen beim Digital Asset Basic Act
Das geplante Digital Asset Basic Act soll Südkoreas erstes allumfassendes Rahmenwerk für digitale Vermögenswerte werden. Es umfasst rechtliche Vorgaben für die Token-Ausgabe, strenge Offenlegungspflichten und allgemeine Marktregeln.
Bislang konnten sich die Gesetzgeber jedoch nicht auf einen einheitlichen Entwurf einigen. Insbesondere Unstimmigkeiten bei der Regulierung von Stablecoins verzögern den Gesetzgebungsprozess erheblich.
Kompromiss für Emittenten in Sicht
Der aktuelle Bericht fasst die Ergebnisse eines Symposiums zusammen, an dem Politiker, Rechtsexperten und Branchenvertreter teilnahmen. Laut Ahn Dogeol, einem Abgeordneten der Demokratischen Partei, wird aktuell ein pragmatischer Kompromiss diskutiert.
Demnach könnten etablierte Banken die Mehrheitseigentümerschaft an entsprechenden Krypto-Projekten behalten. Gleichzeitig sollen Fintechs und spezialisierte Nicht-Banken den operativen Betrieb der Netzwerke übernehmen.
Vorbild Europa: Schrittweise Einführung gefordert
Rechtsexperte Kim Hyobong von der Kanzlei Bae, Kim & Lee betonte die Dringlichkeit klarer Regeln für ausländische Stablecoins wie Tether (USDT). Zudem müsse die bestehende Lizenzierungsunsicherheit für Krypto-Zahlungen zeitnah gelöst werden.
Er riet den südkoreanischen Behörden, sich eng an der europäischen MiCA-Verordnung zu orientieren. Eine schrittweise Einführung, bei der Stablecoin-Regeln den Anfang machen, sei der sicherste Weg für den asiatischen Markt.


