Short-Seller Chanos nutzt 80-Milliarden-Spread bei Bitcoin und MSTR
Star-Investor James Chanos entdeckt eine gigantische Arbitrage-Lücke von 80 Milliarden Dollar zwischen MSTR und Bitcoin.
Der renommierte Short-Seller James Chanos hat eine gewaltige Arbitrage-Möglichkeit zwischen dem Softwareunternehmen MicroStrategy (MSTR) und dessen Bitcoin-Beständen identifiziert. Der Investor sieht einen handelbaren Spread von 80 Milliarden US-Dollar, den professionelle Händler für sich nutzen können.
Die Bewertungskluft zwischen MSTR und dem digitalen Gold
MicroStrategy besitzt derzeit rund 847.363 BTC. Bei einem angenommenen Kurs von 64.000 US-Dollar entspricht dies einem Gegenwert von etwa 54 Milliarden US-Dollar.
Dennoch weicht die Marktkapitalisierung des Unternehmens am Aktienmarkt stark vom reinen Wert dieser Bestände ab. Chanos betont, dass der Kauf der Aktie wirtschaftlich nicht mit dem direkten Erwerb der größten Kryptowährung gleichzusetzen ist.
Investoren setzen sich bei MSTR zusätzlich den Unternehmensschulden, Finanzierungskosten und dem eigentlichen Softwaregeschäft aus. Auch die Managemententscheidungen unter der Führung von Michael Saylor spielen bei der Bewertung eine entscheidende Rolle.
Erfolgreicher Trade gegen den Premium-Aufschlag
Bereits in der Vergangenheit hat das Unternehmen Chanos & Co. diese Bewertungsdifferenz aktiv ausgenutzt. Die Strategie bestand darin, MSTR leerzuverkaufen und gleichzeitig echte BTC zu erwerben.
Zeitweise wurde die Aktie mit einem mehr als dreifachen Aufschlag gegenüber dem eigentlichen Wert der Krypto-Rücklagen gehandelt. Dieser Premium-Aufschlag schrumpfte laut der Analyse in der Folgezeit drastisch auf einen Faktor von 1,23 zusammen, woraufhin die Hedge-Position aufgelöst wurde.
Chanos hat sich an der Wall Street durch treffsichere Short-Wetten einen Namen gemacht. Zuvor deckte er bereits finanzielle Unstimmigkeiten bei Großkonzernen wie Enron, Luckin Coffee und dem deutschen Zahlungsdienstleister Wirecard auf.


