Ripple und Scaramucci unterstützen Clarity Act für Krypto-Regulierung

Anthony Scaramucci und Ripple fordern den US-Senat auf, den Clarity Act für verbindliche Krypto-Regeln zu verabschieden.

27. Juli 2026 · 06:36 · 2 Min. Lesezeit
Das US-Kapitol im Hintergrund mit einem XRP-Logo und dem Gesetzestext des Clarity Acts im Vordergrund.

Der US-Finanzier Anthony Scaramucci und Führungskräfte von Ripple fordern nachdrücklich die Verabschiedung des sogenannten Clarity Acts. Das umstrittene Gesetz soll die Krypto-Regulierung in den USA klären und den bisherigen wilden Westen der Branche beenden.

Kompromisse für den Krypto-Markt

Scaramucci betont, dass der aktuelle Gesetzesentwurf eine deutliche Verbesserung zur bisherigen Rechtsunsicherheit darstellt. Er schließt sich damit der Haltung von Ripple an, deren Vertreter Perfektion nicht als Maßstab für den politischen Fortschritt sehen.

Die Demokraten haben laut dem Gründer von SkyBridge Capital sinnvolle Verbesserungen eingebracht. Auch die Republikaner hätten sich bewegt, weshalb die Branche diesen Kompromiss nun als politischen Gewinn verbuchen sollte.

Politische Hürden verzögern die Verabschiedung

Trotz der Annäherung stockt der Prozess im US-Senat aufgrund von Streitigkeiten über Ethikregeln und Durchsetzungsmaßnahmen. Die Demokraten fordern strikte Einschränkungen, die Regierungsbeamte daran hindern sollen, persönlich von digitalen Währungen zu profitieren.

Ein aktualisierter Entwurf verbietet es betroffenen Beamten künftig, eigene Token auszugeben oder Krypto-Sponsorenverträge abzuschließen. Dennoch bleiben parteiinterne Forderungen nach einem noch stärkeren Anlegerschutz bestehen.

Zukunft des Gesetzes bleibt ungewiss

Ripple und die XRP-Community beobachten diese Entwicklungen genau, da das Krypto-Unternehmen seit Jahren juristische Auseinandersetzungen mit den US-Behörden führt. Ein klarer Rechtsrahmen würde digitale Vermögenswerte wie XRP in den USA massiv stärken und Rechtssicherheit für Investoren schaffen.

Derzeit sehen Prognosemärkte wie Polymarket nur eine 38-prozentige Chance, dass der Clarity Act bis 2026 in Kraft tritt. Im Mai lagen diese Quoten noch bei 78 Prozent, was die aktuelle Ernüchterung im Markt widerspiegelt.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

Ähnliche Artikel

Krypto-Lobby drängt US-Senat zum CLARITY Act – Schub für XRP erwartet

Ripple-CEO fordert schnellen US-Beschluss des Krypto-Gesetzes Clarity Act

EU verschärft Krypto-Sanktionen gegen Belarus unter neuen MiCA-Regeln