US-Behörde OCC genehmigt Treuhand-Lizenz für Trumps World Liberty
Die US-Behörde OCC erteilt der Trump-Firma World Liberty Financial eine bedingte Lizenz als nationale Treuhandbank.
Die US-Bankenaufsicht OCC hat der Trump-Kryptofirma World Liberty Financial am Freitag eine bedingte Treuhand-Lizenz erteilt. Das Unternehmen plant die Herausgabe eines eigenen Stablecoins und reiht sich damit in eine Serie von Zulassungen ein, von der zuletzt auch Branchengrößen wie Ripple Labs profitierten.
Pläne für den Stablecoin USD1
Die neu formierte World Liberty Trust Company plant primär die Verwahrung digitaler Vermögenswerte. Im Zentrum der Geschäftsstrategie steht dabei die Ausgabe eines an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins namens USD1.
Unter der Führung des von Donald Trump nominierten OCC-Chefs Jonathan Gould wurden zuletzt vermehrt Lizenzen an Kryptounternehmen vergeben. Im Dezember erhielten bereits Ripple Labs, Coinbase und Circle entsprechende Zulassungen nach der Verabschiedung des sogenannten GENIUS-Gesetzes.
Demokraten kritisieren Interessenkonflikte
Die behördliche Genehmigung für das Krypto-Projekt stößt bei US-Demokraten auf heftigen Widerstand. Senatorin Elizabeth Warren bezeichnete den Vorgang öffentlich als beispiellose Bereicherung im US-Finanzsystem.
Hintergrund der Kritik sind die engen familiären Verflechtungen des amtierenden US-Präsidenten mit dem Unternehmen. Laut offiziellen Angaben kontrolliert eine Geschäftseinheit der Trump-Familie rund 38 Prozent der Firmenanteile.
Gemeinsam mit neun weiteren Senatoren brachte Warren daher unmittelbar nach der Entscheidung einen Gesetzentwurf zur Verhinderung von Korruption im Bankwesen ein.
Investitionen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten
Zusätzlich fordern US-Parlamentarier eine Untersuchung der ausländischen Finanzierungsquellen des Unternehmens. Berichten zufolge sicherte sich eine staatlich gestützte Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi im Januar 2025 für 500 Millionen US-Dollar einen Anteil von 49 Prozent an World Liberty.
Eine weitere Entität aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nutzte zudem den hauseigenen Stablecoin USD1 für weitreichende Investitionen. Damit flossen knapp zwei Milliarden US-Dollar in die Kryptobörse Binance.


