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Ripple treibt CLARITY Act voran – Russland verschiebt Krypto-Regeln

Während die USA mit Unterstützung von Ripple den CLARITY Act vorantreiben, verzögert Russland seine strengen AML-Regeln.

10. Juli 2026 · 08:41 · 2 Min. Lesezeit
Das Ripple-Logo zwischen den Nationalflaggen der USA und Russlands vor einem digitalen Chart

Während Russland sein umfassendes Anti-Geldwäsche-Gesetz für Kryptowährungen auf den 1. September verschiebt, nimmt die Gesetzgebung in den USA deutlich an Fahrt auf. Das Krypto-Unternehmen Ripple unterstützt aktiv den sogenannten CLARITY Act, der in Washington bald in einer neuen Fassung eingebracht werden soll.

Russland vertagt strikte Krypto-Kontrollen

Die russische Regierung hat die geplante Umsetzung neuer Befugnisse für die Finanzaufsicht Rosfinmonitoring unerwartet verschoben. Das Gesetz, das nun erst im September in Kraft treten soll, sieht eine lückenlose Überwachung digitaler Vermögenswerte vor.

Für Transaktionen über 60.000 Rubel (etwa 760 US-Dollar) müssen künftig detaillierte Daten wie Namen, Wallet-Adressen und Steuer-IDs zwingend erfasst werden. Bei grenzüberschreitenden Zahlungen ab einer Million Rubel (etwa 12.700 US-Dollar) gelten für die Marktteilnehmer noch strengere Meldepflichten.

Zudem plant die Zentralbank, den Anteil von Krypto-Assets am Kapital von Bankengruppen auf maximal ein Prozent zu begrenzen. Die Verzögerung des Gesetzes deutet auf internen Abstimmungsbedarf hin, unterstreicht jedoch den strikten Kurs staatlicher Kontrolle in Moskau.

USA beschleunigen den CLARITY Act mit Hilfe von Ripple

Im Gegensatz dazu formiert sich in den Vereinigten Staaten breite politische Unterstützung für regulierte Marktstrukturen. Der Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) gilt als entscheidender Meilenstein und könnte bereits in der kommenden Woche dem US-Kongress vorgelegt werden.

Branchengrößen drängen massiv auf eine schnelle Verabschiedung, da fehlende Richtlinien erhebliche rechtliche Risiken für Blockchain-Entwickler bergen. Auch das Zahlungsnetzwerk Ripple hat mittlerweile eine gezielte Kampagne gestartet, um das Gesetzesvorhaben in Washington aktiv zu forcieren.

US-Senator Tim Scott betonte kürzlich, dass eine verlässliche Gesetzgebung den Weg für institutionelles Kapital endgültig ebnen könnte. Der Politiker sieht in dem politischen Vorstoß die Chance, einen Markt für digitale Vermögenswerte mit einem Volumen von bis zu 30 Billionen US-Dollar zu erschließen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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