Ex-SEC-Chef Jay Clayton: Ripple-Kläger wird US-Geheimdienstdirektor
Der US-Senat hat den ehemaligen SEC-Chef und Initiator der Ripple-Klage als neuen Geheimdienstdirektor bestätigt.
Der ehemalige SEC-Vorsitzende Jay Clayton wurde vom US-Senat als neunter Direktor der nationalen Geheimdienste (DNI) bestätigt. In der Krypto-Branche ist der Jurist vor allem dafür bekannt, im Jahr 2020 die historische Klage gegen Ripple Labs und den XRP-Token initiiert zu haben.
Knappe Mehrheit im US-Senat für Clayton
Die Bestätigung erfolgte am Dienstag durch eine enge Mehrheit von 51 zu 47 Stimmen. Die Abstimmung spiegelte die tiefe parteipolitische Spaltung wider, da ausschließlich Republikaner für die Ernennung stimmten.
Zuvor musste sich der ehemalige Wall-Street-Anwalt kritischen Fragen des Geheimdienstausschusses stellen. Dabei ging es insbesondere um seine mangelnde Erfahrung im traditionellen Nachrichtendienst.
Die historische SEC-Klage gegen Ripple und XRP
Für Krypto-Investoren bleibt Claytons Amtszeit bei der US-Börsenaufsicht untrennbar mit dem XRP-Rechtsstreit verbunden. An seinem letzten vollen Arbeitstag im Dezember 2020 reichte die Behörde eine Klage gegen das Blockchain-Unternehmen ein.
Der Vorwurf lautete damals auf den unregistrierten Verkauf von Wertpapieren in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar. Unmittelbar nach Einreichung der Klage verließ Clayton die Behörde, während sein Nachfolger Gary Gensler das Verfahren fortführte.
Von der Finanzaufsicht zum nationalen Geheimdienst
Nach seiner Zeit als oberster Finanzaufseher kehrte Clayton zunächst in die Privatwirtschaft zurück. Später beaufsichtigte er als US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York unter anderem Verfahren zu Finanzbetrug und Terrorismus.
Das jahrelange juristische Tauziehen um die Kryptowährung endete letztlich mit einem Sieg für Ripple Labs. Nun übernimmt der Architekt der damaligen Klage die Aufsicht über die gesamte US-Geheimdienstgemeinschaft.


