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XRP-Kurs verteidigt 1-Dollar-Marke nach Verschiebung des CLARITY Acts

Der XRP-Kurs hält sich knapp über einem Dollar, da der US-Senat die Abstimmung zum wichtigen CLARITY Act verschoben hat.

13. August 2026 · 21:26 · 2 Min. Lesezeit
Physische XRP-Münze auf einem Kurs-Chart vor dem Hintergrund des US-Kapitols.

Der XRP-Kurs notiert aktuell bei knapp über einem US-Dollar und verteidigt diese psychologisch wichtige Marke. Dieser Stagnation ging die Entscheidung des US-Senats voraus, die Abstimmung über den sogenannten CLARITY Act in die Sommerpause auf September zu verschieben. Das Gesetz soll den rechtlichen Status des Tokens auf Bundesebene endgültig klären, doch durch die Verzögerung bleibt der Markt in einer Wartestellung.

Vom Rekordhoch zur aktuellen Konsolidierung

Ein Blick auf die jüngste Historie zeigt die enorme Bedeutung politischer Entscheidungen für die sechstgrößte Kryptowährung. Als das US-Repräsentantenhaus den CLARITY Act in einer parteiübergreifenden Abstimmung verabschiedete, reagierte der Markt euphorisch und trieb den Preis auf einen Höchststand von 3,65 US-Dollar.

Seitdem hat sich die Lage jedoch deutlich abgekühlt. Der Token von Ripple wird derzeit rund 72 Prozent unter diesem Gipfel gehandelt und verzeichnete auf Monatssicht Verluste von knapp neun Prozent.

Trotz einer Marktkapitalisierung von 63,2 Milliarden US-Dollar stagniert das Interesse an institutionellen Anlageprodukten wie Spot-ETFs, während andere große digitale Assets in der Zwischenzeit Marktanteile hinzugewinnen konnten.

Warum ein Gerichtsurteil für XRP nicht ausreicht

Die derzeitige rechtliche Grundlage der Kryptowährung basiert primär auf dem Urteil von Richterin Analisa Torres aus dem Juli 2023. Diese entschied, dass anonyme Verkäufe an Börsen keine Anlageverträge darstellen.

Gleichzeitig wurden direkte Verkäufe an institutionelle Investoren jedoch als Verstoß gegen Registrierungsregeln gewertet, was Ripple letztendlich eine Strafzahlung von 125 Millionen US-Dollar einbrachte.

Das große institutionelle Kapital bleibt weiterhin vorsichtig. Ein Gerichtsurteil oder eine gemeinsame behördliche Interpretation von SEC und CFTC können rechtlich deutlich leichter revidiert werden als ein vom Kongress verabschiedetes Bundesgesetz.

Die CFTC ergreift die regulatorische Initiative

Während der Senat pausiert, treibt die amerikanische Aufsichtsbehörde CFTC (Commodity Futures Trading Commission) die Diskussion voran. Für den 20. August ist eine hochrangige Sitzung angesetzt, die sich mit der regulatorischen Entwicklung im Krypto-Sektor befasst.

Auf der Agenda steht primär die Frage, welche klärenden Maßnahmen die Behörde bereits mit ihren bestehenden Befugnissen umsetzen kann. Ripple-CEO Brad Garlinghouse ist Mitglied dieses Gremiums und sitzt somit direkt am Tisch der Entscheidungsträger.

Parallel dazu bereitet auch die SEC neue Richtlinien vor. Bis der CLARITY Act jedoch endgültig ratifiziert ist, bleibt die vom Markt ersehnte, absolute Rechtssicherheit für das digitale Asset aus.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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