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XRP erfüllt laut Juristen bereits Kriterien des US-Clarity Acts

Laut Juristen erfüllt der Ripple-Token XRP bereits die Kriterien des US-Clarity Acts zur Einstufung als digitale Ware.

9. August 2026 · 13:16 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische XRP-Münze vor der Fassade eines US-Regierungsgebäudes im unscharfen Hintergrund

Der Ripple-Token XRP könnte nach Einschätzung des Analysten und Juristen Bill Morgan bereits die Kriterien des vorgeschlagenen US-Gesetzes „CLARITY Act“ erfüllen. Damit würde die Kryptowährung offiziell als digitale Ware eingestuft werden und künftig primär unter die Aufsicht der US-Rohstoffbehörde CFTC fallen.

Warum XRP als „ausgereiftes Netzwerk“ gelten könnte

Das geplante Gesetzeswerk sieht vor, dass Emittenten oder verbundene Parteien nicht mehr als 20 Prozent einer digitalen Ware besitzen dürfen, um als ausgereiftes Blockchain-System zu gelten. Morgan argumentiert jedoch, dass für den Altcoin alternative Klauseln greifen könnten.

Demnach sind bereits mehr als die Hälfte aller Token außerhalb des Krypto-Unternehmens und seiner Partner verteilt. Aktuell hält Ripple rund 4,74 Milliarden Token direkt, während sich weitere 32 Milliarden in unternehmenseigenen Treuhandkonten (Escrow) befinden.

ETFs und bestehende Systeme als regulatorischer Weg

Sollte die strenge 20-Prozent-Hürde nicht greifen, könnte das XRP-Ledger über die Klausel für bereits bestehende Systeme qualifiziert werden. Zudem sieht der Entwurf des Senats Ausnahmen für Netzwerk-Token vor, für die sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs) an einer nationalen Börse gehandelt werden.

Selbst bei einer Einstufung als nicht ausgereiftes Netzwerk wäre der Token nicht automatisch bei jeder Transaktion ein Wertpapier. Der CLARITY Act trennt strikt zwischen der digitalen Ware an sich und damit verbundenen Anlageverträgen.

Verzögerungen im US-Senat

Trotz der potenziell positiven Vorzeichen für den Token verzögert sich die Umsetzung des regulatorischen Rahmens. Der US-Senat hat eine geplante Abstimmung über den Entwurf vorerst verschoben.

Justin Slaughter, Vizepräsident für regulatorische Angelegenheiten bei Paradigm, betonte jedoch kürzlich, dass das Gesetzgebungsverfahren damit nicht endgültig gescheitert sei.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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