Ripple-CEO Garlinghouse sieht CLARITY Act als finale Hürde für XRP
Ripple-CEO Brad Garlinghouse sieht im CLARITY Act den entscheidenden Schlüssel für die institutionelle Adaption von XRP.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat den sogenannten CLARITY Act als letzte große regulatorische Hürde für den XRP-Token bezeichnet. Die Verabschiedung des geplanten Gesetzes könnte laut dem Unternehmenschef den Weg für eine breite institutionelle Adaption der Kryptowährung in den Vereinigten Staaten ebnen.
Klarheit im US-Kryptomarkt gefordert
Garlinghouse reagierte mit seiner Einschätzung auf Aussagen von Ripple-Chefanwalt Stuart Alderoty auf der Plattform X. Alderoty betonte, dass der Gesetzesentwurf primär als Verbraucherschutzrahmen diene und nicht nur der Krypto-Industrie helfe.
Das Regelwerk soll die Anforderungen an die Geldwäschebekämpfung (AML) sowie die Identitätsprüfung (KYC) stärken. Zudem soll es Regulierungsbehörden bessere Werkzeuge an die Hand geben. „Perfekt darf nicht der Feind von Gut sein. Lasst uns das durchziehen“, kommentierte Garlinghouse den Vorstoß.
Institutionelles Interesse am XRP Ledger
Seit Jahren agieren Banken und Vermögensverwalter im Bereich der digitalen Assets äußerst vorsichtig. Die unklare Klassifizierung von Vermögenswerten hielt viele Akteure von strategischen Investitionen ab.
Ein verabschiedeter CLARITY Act könnte diese rechtliche Grauzone beenden. Davon würde insbesondere der XRP Ledger profitieren, den Ripple gezielt als Infrastruktur für das globale Finanzwesen positioniert. Zu den potenziellen Wachstumsbereichen zählen grenzüberschreitende Zahlungen, die Abwicklung tokenisierter Vermögenswerte und Stablecoin-Transaktionen.
Katalysator für das digitale Finanzwesen
Branchenbeobachter vergleichen die mögliche rechtliche Klarheit bereits mit der Zulassung der ersten Krypto-Spot-ETFs in den USA. Auch der Vermögensverwalter Grayscale wies kürzlich darauf hin, dass verbindliche Regeln einen massiven Marktkatalysator darstellen könnten.
Viele Marktteilnehmer gehen davon aus, dass der Token aufgrund des langjährigen Rechtsstreits mit der US-Börsenaufsicht SEC mit einem regulatorischen Bewertungsabschlag gehandelt wurde. Sollte das Gesetz in Kraft treten, könnte sich der Fokus der Investoren endgültig auf den realen Nutzen und das Netzwerkwachstum verlagern.


