Bitcoin fällt unter 63.000 US-Dollar – Coinbase-Premium auf historischem Tief
Bitcoin schwächelt, während der Coinbase-Premium-Index den 77. Tag in Folge im Minus schließt – ein historischer Rekord.
Die größte Kryptowährung Bitcoin ist am Montag unter die Marke von 63.000 US-Dollar gefallen. Gleichzeitig verzeichnet der Coinbase-Premium-Index den 77. Tag in Folge einen negativen Wert. Dies ist die längste Negativserie in der Geschichte des Indikators und deutet auf anhaltenden Verkaufsdruck durch US-Institutionen hin.
US-Verkaufsdruck belastet den BTC-Kurs
Seit dem 19. Mai wird das digitale Gold auf der US-Börse Coinbase mit einem Abschlag gegenüber internationalen Handelsplätzen gehandelt. Laut Daten von Coinglass liegt die aktuelle Premium-Rate bei -0,1369 Prozent.
Markus Thielen, Leiter von 10x Research, wertet diese Entwicklung als klares Signal des Marktes. Der andauernde Preisabschlag bei Coinbase gegenüber globalen Börsen deute darauf hin, dass institutionelle US-Investoren ihre Bestände weiterhin liquidieren.
Somit überwiegt der Verkaufsdruck aus den Vereinigten Staaten derzeit deutlich die dortige Kaufnachfrage.
Bitcoin-ETFs verzeichnen trotz Spot-Abschlag Zuflüsse
Diese anhaltende Schwäche am US-Spotmarkt steht in einem bemerkenswerten Kontrast zu den jüngsten ETF-Daten. So konnten die US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs im Juli wieder positive Nettozuflüsse generieren.
Nach Angaben der Analyseplattform Sosovalue flossen im vergangenen Monat insgesamt 172,43 Millionen US-Dollar in die Fonds. Damit konnte der Markt die schweren Kapitalabflüsse aus dem Juni erfolgreich umkehren.
Der Coinbase-Premium-Index gilt traditionell als wichtiger Indikator für die Nachfrage amerikanischer Großanleger. Der bisherige Negativrekord stammte mit 40 Tagen ebenfalls aus diesem Jahr und ereignete sich in einer Korrekturphase zwischen Januar und Februar.


