Ripple-CEO fordert schnellen US-Beschluss des Krypto-Gesetzes Clarity Act
Ripple-CEO Brad Garlinghouse fordert den US-Kongress auf, den Clarity Act für klare Krypto-Regeln zügig zu verabschieden.
Brad Garlinghouse, der CEO des Krypto-Unternehmens Ripple, fordert US-Gesetzgeber eindringlich auf, den Digital Asset Market Clarity Act zu verabschieden. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund parteipolitischer Differenzen im US-Senat, die das wichtige Gesetzwerk gefährden könnten.
Ripple drängt auf schnelle Krypto-Regulierung in den USA
Garlinghouse unterstützt mit seinem Aufruf Aussagen von Stuart Alderoty, dem Chefjuristen des XRP-Herausgebers. Dieser betonte zuvor auf der Plattform X, man dürfe bei der Suche nach einem fehlerfreien Gesetz nicht die Verabschiedung einer guten Vorlage blockieren.
Der Clarity Act gilt in der Branche als essenzielle Maßnahme für den Verbraucherschutz. Er soll klare Regeln für digitale Vermögenswerte etablieren und gleichzeitig strenge Geldwäsche-Richtlinien durchsetzen.
„Wenn der Entwurf auf dem Tisch bleibt, werden die Verbraucher vom Status quo hängengelassen“, warnte Alderoty. Ohne klare Standards würden böswillige Akteure die fehlende Rechtsklarheit erneut ausnutzen.
Gegenwind im US-Senat gefährdet das Gesetz
Aktuell formiert sich jedoch Widerstand von einigen demokratischen Senatoren gegen die neueste Version des Entwurfs. Dadurch sinken die Chancen auf eine Ratifizierung noch in diesem Jahr laut Analysten mittlerweile auf unter 40 Prozent.
Beobachter wie Joshua Riezman vom Handelsunternehmen GSR warnen davor, den Fortschritt wegen nebensächlicher Streitpunkte aufs Spiel zu setzen. Eine Ablehnung würde das regulatorische Chaos aufrechterhalten und die Abwanderung von Krypto-Innovationen ins Ausland beschleunigen.
Coinbase-CEO schließt sich der Forderung an
Auch Brian Armstrong, CEO der US-Kryptobörse Coinbase, macht sich öffentlich für das Gesetz stark. Er sieht den Entwurf als echten überparteilichen Kompromiss, der nun reif für eine sofortige Abstimmung im Senat sei.
Armstrong kritisiert den aktuellen Status quo in den Vereinigten Staaten scharf. Das Fehlen eines bundesweiten Rahmens lasse US-Verbraucher ungeschützt und spiele Kriminellen wie im Fall FTX direkt in die Hände.
Unabhängig von der persönlichen Haltung zu digitalen Vermögenswerten seien klare rechtliche Rahmenbedingungen auf Bundesebene unerlässlich, so der Coinbase-Chef. Die Krypto-Industrie lasse sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr rückgängig machen.


