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Ölpreis-Sprung drückt Bitcoin-Kurs: Zinsängste belasten den Markt

Steigende Ölpreise durch den Nahost-Konflikt schüren neue Zinsängste und belasten den Bitcoin-Kurs derzeit erheblich.

20. Juli 2026 · 01:46 · 2 Min. Lesezeit
Zweigeteiltes Bild: Ein fallender roter Bitcoin-Kurschart neben einem Ölfass im Gegenlicht

Der Bitcoin-Kurs gerät zunehmend unter makroökonomischen Druck, nachdem der Ölpreis durch die Eskalation im Nahost-Konflikt die Marke von 90 US-Dollar durchbrochen hat. Die Blockade der Straße von Hormus schürt neue Inflationsängste und lässt die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve spürbar steigen.

Nahost-Konflikt treibt den Ölpreis an

Die Rohölsorte Brent kletterte zu Wochenbeginn um über drei Prozent auf rund 91,40 US-Dollar. Damit verzeichnet der Ölpreis einen massiven Anstieg von fast 30 Prozent seit seinem Tiefstand Anfang Juli. Auslöser für diese Rallye ist das Ende der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran am 8. Juli durch US-Präsident Donald Trump.

Washington blockiert inzwischen iranische Häfen, während Teheran die für den globalen Handel essenzielle Straße von Hormus für unautorisierte Schiffe gesperrt hat. Durch diese Meerenge fließen normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Öls, was das Angebot derzeit stark verknappt.

Rückkehr der Inflation alarmiert die Fed

Die rasant steigenden Energiekosten drohen den jüngsten Rückgang der US-Inflation vollständig zunichtezumachen. Im Juni waren die Verbraucherpreise noch gefallen, da Energie um 5,7 Prozent günstiger geworden war. Ein Ölpreis jenseits der 90-Dollar-Marke kehrt diese mathematische Gleichung nun um.

Am Anleihemarkt reagierten die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen bereits mit einem Sprung auf 4,55 Prozent. Der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, positionierte sich zuletzt deutlich restriktiv und betonte, dass die Preise nach wie vor zu hoch seien. Beobachter halten eine erneute Zinserhöhung bei der kommenden Fed-Sitzung Ende Juli für ein realistisches Szenario.

Was das für Bitcoin (BTC) bedeutet

Für die größte Kryptowährung sind dies äußerst ungünstige makroökonomische Vorzeichen. Hohe Zinsen belasten traditionell Risikoanlagen, da sichere Renditen am Anleihemarkt für Investoren attraktiver werden. Das digitale Gold kämpft aktuell massiv darum, seine jüngste Erholung aufrechtzuerhalten, während Verkäufer jeden kleinen Kursanstieg für Gewinnmitnahmen nutzen.

Historische Marktdaten aus der ersten Phase des Konflikts zeigen zudem, dass sich traditionelle Aktien bisher als robusterer Schutz gegen geopolitische Krisen erwiesen haben als BTC. Sollte sich der Ölpreis auf diesem hohen Niveau stabilisieren, dürfte der geldpolitische Gegenwind für den gesamten Kryptomarkt weiter zunehmen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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