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Nach Ethereum-Hack: Bybit verklagt Nordkorea wegen 1,5 Milliarden

Die Krypto-Börse Bybit reicht nach dem massiven Hack im Februar eine Klage gegen die nordkoreanische Lazarus-Gruppe ein.

10. August 2026 · 09:06 · 2 Min. Lesezeit
Symbolbild Krypto-Hack mit Bybit-Logo und Ethereum-Münze vor digitalem Code

Die Krypto-Börse Bybit hat nach einem verheerenden Cyberangriff im Februar 2025 rechtliche Schritte gegen Nordkorea eingeleitet. Vor einem US-Bundesgericht reicht das Unternehmen Klage wegen des Diebstahls von Kryptowährungen im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar ein.

Einstweilige Verfügung bringt erste Teilerfolge

Ein US-Richter hat nun eine einstweilige Verfügung erlassen, die das Einfrieren identifizierter gestohlener Vermögenswerte anordnet. Laut Bybit wurden bereits 48,4 Millionen US-Dollar zurückerlangt und weitere 30,5 Millionen US-Dollar blockiert.

Diese Summen verteilen sich auf über 28 verschiedene Handelsplätze und Verwahrstellen. Dennoch entspricht der aktuell gesicherte Betrag lediglich etwa fünf Prozent der gesamten Beute.

Die Klage richtet sich neben dem nordkoreanischen Staat gezielt gegen dessen Geheimdienst und die berüchtigte Lazarus-Gruppe. Letztere wird von US-Behörden für den groß angelegten Angriff verantwortlich gemacht.

So wurden die Ethereum-Bestände gewaschen

Im Februar entwendeten die Angreifer rund 500.000 ETH aus einer Cold Wallet der Börse. Dabei manipulierten sie eine Signaturschnittstelle, die den Freigebern korrekte Zieladressen vortäuschte, während die zugrunde liegende Logik im Hintergrund verändert wurde.

Der Großteil der zweitgrößten Kryptowährung wurde anschließend über das Protokoll Thorchain in Bitcoin getauscht. Um die Spuren auf der Blockchain zu verwischen, leiteten die Täter die digitalen Assets durch Krypto-Mixer wie Wasabi, Tornado Cash und Railgun.

Internationale Zusammenarbeit bei der Verfolgung

Bybit-CEO Ben Zhou betonte, dass der Angriff einen schweren Schlag für das Vertrauen in die Krypto-Branche darstelle. Das Unternehmen arbeitet daher weiterhin eng mit internationalen Ermittlungsbehörden wie dem FBI zusammen.

Diese Kooperation zeigt bereits erste Wirkungen auf globaler Ebene. Neben den laufenden zivilrechtlichen Schritten in den USA führten parallele strafrechtliche Ermittlungen in Europa unter anderem zur Zerschlagung des Dienstes eXch durch deutsche Behörden.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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