Nordkoreas Lazarus-Gruppe verschiebt 262 Bitcoin auf neue Wallets
Die nordkoreanische Hackergruppe Lazarus hat 262 Bitcoin transferiert, was auf mögliche Geldwäsche-Aktivitäten hindeutet.
Die nordkoreanische Hackergruppe Lazarus hat rund 262 Bitcoin im Wert von etwa 16,6 Millionen US-Dollar auf neue Netzwerkadressen transferiert. Diese plötzliche Bewegung der Krypto-Bestände deutet auf erste Schritte einer groß angelegten Umstrukturierung der illegal erworbenen Mittel hin.
Umstrukturierung statt sofortigem Abverkauf
Analysten beobachten, wie die Einheiten der größten Kryptowährung von einer bekannten Lazarus-Adresse auf zwei neu erstellte Wallets aufgeteilt wurden. Dabei flossen rund 182 BTC an die eine Adresse und exakt 80 BTC an die andere.
Da die Blockchain-Daten keine direkte Verbindung zu bekannten Kryptobörsen aufweisen, werten Experten diesen Vorgang vorerst nicht als unmittelbaren Abverkauf. Vielmehr entspricht dieses Muster den typischen Anfangsphasen komplexer Geldwäsche-Netzwerke.
Die Hacker versuchen dabei, die Herkunft ihrer erbeuteten Gelder durch unzählige Zwischenschritte und Wallet-Wechsel zu verschleiern. Ermittlungsbehörden stoßen bei der Nachverfolgung dieser Netzwerke regelmäßig auf solche Verschleierungstaktiken.
Keine Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs
Trotz der kriminellen Herkunft der Mittel bleibt der Einfluss dieser Transaktion auf den Gesamtmarkt verschwindend gering. Die Summe von rund 16,7 Millionen US-Dollar fällt bei der enormen Liquidität des digitalen Goldes kaum ins Gewicht.
Derzeit konsolidiert der BTC-Kurs in einer Handelsspanne zwischen 63.000 und 65.000 US-Dollar. Die nächsten wichtigen Widerstandsmarken für den Basiswert liegen laut technischer Analyse bei 66.600 und 71.900 US-Dollar.
Zukünftige Transaktionen der beiden neuen Wallets werden von Sicherheitsforschern nun genau überwacht. Sollten die Empfängeradressen die Bestände in kleinere Tranchen aufteilen oder an zentrale Börsen überweisen, würde dies den Verdacht einer anstehenden Liquidierung bestätigen.


