EU verschärft Krypto-Sanktionen gegen Belarus unter neuen MiCA-Regeln
Die EU verbietet belarussischen Bürgern ab August den Besitz und die Leitung MiCA-regulierter Krypto-Unternehmen.
Die Europäische Union weitet ihre Sanktionen gegen Belarus aufgrund der Unterstützung des russischen Krieges in der Ukraine massiv aus. Ab dem 25. August dürfen belarussische Staatsbürger keine unter der MiCA-Verordnung regulierten Krypto-Dienstleister mehr besitzen, kontrollieren oder leiten.
Ausweitung der Krypto-Sanktionen durch MiCA
Der aktuelle Beschluss des Europäischen Rates verschärft die bestehenden Restriktionen deutlich. Bisher betraf das Verbot für belarussische Akteure lediglich Anbieter von Krypto-Wallets und klassischen Verwahrungsdiensten.
Künftig schließt die Regelung sämtliche Dienstleistungen unter der neuen „Markets in Crypto-Assets“-Verordnung (MiCA) ein. Dazu gehören unter anderem der Betrieb von Handelsplattformen, der Tausch von digitalen Vermögenswerten sowie die Anlageberatung und das Portfolio-Management.
Die neuen Sanktionen treten formell bereits am 24. Juli in Kraft. Die weitreichende erweiterte Krypto-Klausel wird dann ab dem 25. August bindend für den gesamten europäischen Markt angewendet.
Fokus auf Regulierung: Ripple und der europäische Markt
Die strengeren Vorgaben fallen in eine Zeit, in der sich große Akteure der Branche für den neu regulierten europäischen Markt positionieren müssen. Erst kürzlich sicherte sich das Unternehmen hinter der Kryptowährung Ripple (XRP) eine vollständige MiCA-Lizenz, um Krypto-Dienstleistungen rechtssicher in Europa anzubieten.
Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung von strikter Compliance im europäischen Raum. Krypto-Unternehmen ohne entsprechende Autorisierung müssen ihren Betrieb im Zuge des Endes der MiCA-Übergangsfrist einstellen oder mit harten rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Kampf gegen Sanktionsumgehung durch Russland
Die Maßnahmen gegen Belarus sind Teil einer noch breiteren EU-Initiative. Das übergeordnete Ziel ist es, Krypto-Plattformen und internationale Finanznetzwerke zu blockieren, die Russland aktiv bei der Umgehung von Kriegssanktionen unterstützen.
Zusätzlich hat die EU ein weitreichendes Transaktionsverbot gegen 14 Krypto-Dienstleister außerhalb der Union verhängt. Auch Großbritannien sanktionierte im Mai bereits Unternehmen wie Huobi Global S.A. (HTX) wegen mutmaßlicher Verbindungen zu sanktionierten russischen Finanzakteuren.


