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EU startet MiCA-Konsultation: Fokus auf Bitcoin, Ethereum und DeFi

Die EU-Kommission evaluiert das Krypto-Gesetz MiCA und befragt Bürger zu ihrem Vertrauen in Bitcoin und Ethereum.

20. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
EU-Flaggen neben Bitcoin- und Ethereum-Münzen auf blauem Hintergrund

Die Europäische Kommission hat eine umfassende Konsultation zur Überprüfung der Krypto-Verordnung MiCA (Markets in Crypto-Assets) eingeleitet. Neben der Evaluierung des bestehenden Rechtsrahmens steht das Vertrauen der Verbraucher in digitale Assets wie Bitcoin und Ethereum auf dem Prüfstand.

MiCA-Review nimmt DeFi und Stablecoins ins Visier

Die aktuelle Konsultation untersucht gezielt aufkommende Risikobereiche im Krypto-Sektor. Im Zentrum stehen dabei dezentrale Finanzen (DeFi), Staking, Lending sowie Non-Fungible Tokens (NFTs).

Diese Bereiche fallen bislang größtenteils nicht unter den direkten Geltungsbereich von MiCA. Zudem prüfen die Aufsichtsbehörden bestehende Klassifizierungslücken und die Zinsregeln für Stablecoins.

Marktintegrität und Anlegerschutz sollen durch eine mögliche Vereinfachung der Compliance-Regeln für Krypto-Dienstleister (CASPs) weiter gestärkt werden.

Fokus auf Vertrauen in Bitcoin und Ethereum

Ein zentraler Aspekt der öffentlichen Umfrage betrifft das Verständnis der Endverbraucher. Die Kommission evaluiert, ob normale Nutzer die Risiken der größten Kryptowährung, BTC, sowie der Smart-Contract-Plattform, ETH, ausreichend verstehen.

Gleichzeitig wird ermittelt, welche Faktoren das Vertrauen in Krypto-Dienstleistungen erhöhen könnten. Diskutiert werden unter anderem stärkere Schutzmechanismen, klarere Vorgaben und eine verbesserte Aufsicht.

Auch ein erleichterter Zugang zum Krypto-Markt über regulierte Banken und Zahlungsdienstleister wird als mögliche vertrauensbildende Maßnahme in Betracht gezogen.

Wichtige Frist für Krypto-Dienstleister rückt näher

Die Überprüfung erfolgt vor dem Hintergrund eines strikten regulatorischen Zeitplans. Im Juli 2026 endet eine entscheidende Übergangsfrist der MiCA-Verordnung.

Nach diesem Stichtag müssen alle Krypto-Dienstleister (CASPs) vollständig nach dem EU-Rahmen zugelassen sein. Unternehmen, die diese Anforderung nicht erfüllen, müssen ihren Betrieb in der Europäischen Union einstellen.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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