Ripple und Coinbase: Neues Trump-Dekret fordert direkten Fed-Zugang
Ein neues Dekret von US-Präsident Trump fordert die Fed auf, Krypto-Firmen direkten Zugang zum Zahlungssystem zu gewähren.
US-Präsident Donald Trump hat per Dekret eine umfassende Überprüfung des Zugangs zum Zahlungssystem der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angeordnet. Der Erlass vom 19. Mai könnte Krypto-Unternehmen wie Ripple und Coinbase erstmals eine direkte Anbindung an die zentrale Finanzinfrastruktur ermöglichen.
Ende der Abhängigkeit von Zwischenbanken?
Bislang sind Krypto-Dienstleister stark auf traditionelle Banken als Intermediäre angewiesen. Das Dekret mit dem Titel „Integrating Financial Technology Innovation into Regulatory Frameworks“ fordert Bundesbehörden nun auf, unnötige regulatorische Hürden abzubauen.
Sollte die Notenbank ihre Richtlinien anpassen, könnten Fintechs künftig direkt auf das Fedwire-System zugreifen. Dieses Netzwerk wird für großvolumige Dollar-Transaktionen innerhalb des US-Finanzsystems genutzt.
Der Kampf um die Master-Accounts
Im Zentrum der politischen Debatte stehen die sogenannten Fed-Master-Accounts. Diese Konten gewähren berechtigten Institutionen den direkten Zugang zu den Zahlungsdiensten der Zentralbank.
Aktuell ist dieses Privileg primär traditionellen Verwahrinstituten vorbehalten. Aus diesem Grund streben Unternehmen aus dem Bereich der digitalen Vermögenswerte vermehrt spezielle Banklizenzen an, um sich für den direkten Zugang zu qualifizieren.
Präzedenzfall Kraken erhöht den Druck
Die Direktive zwingt die Währungshüter zu klären, inwieweit die zwölf regionalen Fed-Ableger eigenmächtig über derartige Anträge entscheiden dürfen. Bereits im März genehmigte die Fed in Kansas City ein eingeschränkt nutzbares Konto für die Kraken-Muttergesellschaft Payward.
Dieser Schritt schuf einen wichtigen Präzedenzfall für die gesamte Branche. Durch das Eingreifen des Weißen Hauses rückt die Integration von Blockchain-Dienstleistern in die staatliche Infrastruktur nun auf die höchste politische Agenda.


