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MiCA-Frist naht: Nur 14 Krypto-Börsen legal, Tether (USDT) fliegt raus

Am 1. Juli endet die EU-Frist der MiCA-Verordnung, was ein Aus für Tether (USDT) und unlizenzierte Krypto-Börsen bedeutet.

8. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ein Smartphone zeigt einen blockierten Tether-Token vor dem Hintergrund der EU-Flagge und Krypto-Charts.

Der europäische Kryptomarkt steht vor einem drastischen Einschnitt, da am 1. Juli die Übergangsfrist der neuen MiCA-Verordnung abläuft. Ab diesem Stichtag dürfen unlizenzierte Krypto-Börsen nicht mehr in der EU operieren, was auch das Aus für den weltweit größten Stablecoin Tether (USDT) auf regulierten Plattformen bedeutet.

Strenge MiCA-Regeln filtern den Krypto-Markt

Bislang haben europaweit 183 Unternehmen eine vollständige Zulassung als Crypto-Asset Service Provider (CASP) erhalten. Von diesen verfügen jedoch lediglich 14 Anbieter über die Erlaubnis, eine vollwertige Handelsplattform zu betreiben.

Deutschland führt die Liste mit 53 zugelassenen Entitäten an, gefolgt von den Niederlanden und Frankreich. Zehn Mitgliedsstaaten, darunter einst beliebte Standorte wie Polen und Estland, verzeichnen bislang keine einzige CASP-Registrierung.

Die Umsetzungskosten für die neue Richtlinie belaufen sich auf 250.000 bis 500.000 Euro. Diese hohe finanzielle Hürde zwingt aktuell viele kleinere Unternehmen zum Marktaustritt.

Tether (USDT) verschwindet von EU-Börsen

Die regulatorischen Anforderungen fordern prominente Opfer im Bereich der digitalen Währungen. Das Unternehmen hinter Tether (USDT) hat sich entschieden, keine MiCA-Lizenz zu beantragen.

Infolgedessen haben Branchenriesen wie Coinbase, Kraken, Binance und Crypto.com den Handel mit dem an den US-Dollar gekoppelten Token für europäische Konten bereits blockiert. Als Profiteur dieser Entwicklung positioniert sich Circle, dessen Stablecoins USDC und EURC die strengen europäischen Vorgaben erfüllen.

Was bedeutet das für Anleger?

Europäische Nutzer haben nur noch wenige Wochen Zeit, um ihre digitalen Vermögenswerte auf autorisierte Plattformen zu verschieben. Zu den weiterhin legal operierenden Börsen zählen unter anderem Bitpanda, Bitvavo, Bitstamp sowie die europäische Sparte von Kraken.

Unternehmen ohne entsprechende Lizenz müssen nach Ablauf der Frist den Betrieb umgehend einstellen oder ihre Kunden an registrierte CASPs übergeben. Die französische Finanzaufsicht AMF hat bereits gewarnt, dass unautorisierte Geschäfte nach dem Stichtag strafrechtlich verfolgt werden.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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