US-Notenbank plant direkten Zahlungszugang für Ripple und Krypto-Sektor
Die US-Notenbank Fed prüft direkte Zahlungskonten für Krypto-Firmen, um die Abhängigkeit von Partnerbanken zu beenden.
Die US-Notenbank Fed erwägt, Krypto-Unternehmen künftig einen direkten Zugang zu ihrer Zahlungsinfrastruktur zu gewähren. Dieser strategische Schritt soll es Firmen wie Ripple und Kraken ermöglichen, traditionelle Partnerbanken bei der Abwicklung von US-Dollar-Zahlungen zu umgehen. Ein neues Dekret der US-Regierung beschleunigt den regulatorischen Prozess massiv.
Abkehr vom traditionellen Bankensystem
Bislang waren Krypto-Börsen und Blockchain-Entwickler zwingend auf Partnerbanken angewiesen, um ihre Transaktionen in Fiatwährungen abzuwickeln. Der Zusammenbruch kryptofreundlicher Institute wie der Signature Bank und der Silvergate Bank im Jahr 2023 offenbarte die extreme Fragilität dieser Abhängigkeit.
Als Reaktion auf diese Liquiditätsrisiken hat die Federal Reserve nun einen formellen Konsultationsprozess eingeleitet. Ziel ist es, ausgewählten Nicht-Banken spezielle Zahlungskonten bereitzustellen.
Diese Konten sollen die direkte Abrechnung über das Fed-System ermöglichen, ohne den Unternehmen die vollständigen Privilegien einer klassischen Banklizenz einzuräumen.
Politischer Druck auf die US-Notenbank
Zusätzliche Dynamik erhält das Vorhaben durch ein kürzlich von US-Präsident Donald Trump unterzeichnetes Dekret zur Integration von Finanztechnologien. Die Anordnung fordert die Fed auf, innerhalb von 120 Tagen einen umfassenden Rahmenplan für den Zugang zu Zahlungssystemen vorzulegen.
Zudem müssen die Behörden innerhalb von 90 Tagen transparente und klare Bewerbungsverfahren für Krypto-Unternehmen etablieren. Obwohl die Notenbank formal unabhängig agiert, signalisiert die weitreichende politische Rückendeckung einen klaren Kurswechsel in Washington.
Kraken macht den Anfang, Ripple zieht nach
Die Krypto-Börse Kraken hat die Machbarkeit dieses Modells bereits bewiesen. Über ihre Tochtergesellschaft Kraken Financial erhielt das Unternehmen im März ein eingeschränktes Masterkonto bei der Federal Reserve Bank of Kansas City.
Damit ist der Handelsplatz nun direkt an das Echtzeit-Bruttoabwicklungssystem Fedwire angeschlossen und agiert bei Dollar-Abrechnungen völlig unabhängig von Korrespondenzbanken.
Auch das Blockchain-Unternehmen Ripple drängt auf diese fundamentale Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr. Das Unternehmen hinter der Kryptowährung XRP hat laut jüngsten Berichten bereits einen eigenen Antrag auf ein Masterkonto bei der Fed eingereicht, um seine grenzüberschreitenden Zahlungslösungen weiter zu optimieren.


