Ripple sperrt 700 Millionen XRP: Token bildet starken Preisboden
Ripple hat im August präventiv 700 Millionen XRP gesperrt, um den Kurs vor einem historischen Absturz zu bewahren.
Ripple hat Anfang August durch eine ungewöhnliche Transaktionsreihenfolge den Verkaufsdruck auf seinen Token erheblich reduziert. Das Blockchain-Unternehmen sperrte präventiv 700 Millionen XRP in einem Treuhandkonto, bevor die reguläre monatliche Freigabe von einer Milliarde Token erfolgte.
Escrow-Taktik dämpft Liquiditätsschwemme
Zum Monatswechsel erwarten Krypto-Investoren traditionell die Freischaltung von einer Milliarde Token aus den Firmenbeständen. Diesmal transferierte Ripple laut Daten von XRP Scan jedoch vorab 700 Millionen Einheiten zurück in den Smart Contract.
Erst im Anschluss gab das System die geplante Milliarde in drei separaten Tranchen frei. Die tatsächliche Marktliquidität erhöhte sich durch diesen strategischen Schritt letztendlich nur um 300 Millionen Token.
Historischer Fluch des Monats August
Diese Maßnahme fungiert offenbar als gezielter Schutzmechanismus für die sechstgrößte Kryptowährung. Historische Daten der vergangenen 13 Jahre belegen, dass der August traditionell der schwächste Monat für das digitale Asset ist.
Die mittlere Rendite liegt in diesem Zeitraum bei minus 6,15 Prozent. Auch in den zurückliegenden drei Jahren verzeichnete der Altcoin im Spätsommer durchgehend zweistellige oder hohe einstellige Kursverluste.
Neuer Preisboden stützt den Kurs
Die künstliche Verknappung des monatlichen Angebots zeigt bereits deutliche Wirkung an den Kryptobörsen. Der Kurs fand rasch bei 1,048 US-Dollar einen lokalen Boden und konsolidierte sich anschließend auf einem Niveau von rund 1,08 US-Dollar.
Aktuell verzeichnet der Token entgegen dem historischen Trend eine positive Monatsrendite von knapp 2 Prozent. Analysten werten die Zone zwischen 1,048 und 1,060 US-Dollar nun als massives Fundament, das vor weiteren saisonalen Abverkäufen schützen dürfte.


