Ripple (XRP) kämpft mit 1-Dollar-Marke – Binance-Daten zeigen warum
XRP verliert die 1-Dollar-Marke, während Binance-Daten einen massiven Aufbau von Short-Positionen belegen.
Die Kryptowährung XRP hat die wichtige psychologische Marke von 1 US-Dollar vorerst wieder abgeben müssen. Daten der weltgrößten Kryptobörse Binance zeigen einen massiven Aufbau von Short-Positionen, die den Kurs aktuell stark belasten.
Open Interest steigt, Verkaufsdruck wächst
Analysten verzeichnen einen deutlichen Anstieg des sogenannten Open Interest (offene Positionen) bei den XRP-Terminkontrakten. Laut dem Krypto-Experten Amr Taha kletterte dieser Wert auf Binance innerhalb von zwei Wochen von rund 181 Millionen auf über 232,7 Millionen US-Dollar.
Gleichzeitig fiel das kumulierte Volumendelta (CVD) auf minus 463,2 Millionen US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass gezielt neue bärische Wetten gegen den Altcoin platziert werden, anstatt dass Händler lediglich bestehende Long-Positionen schließen.
Auch auf den Spot-Märkten zeigt sich ein ähnliches Bild. Das geschätzte Spot-CVD über alle zentralisierten Börsen hinweg drehte massiv ins Minus, was eine deutliche Verschiebung in Richtung Nettoverkäufe unterstreicht.
Wal-Einlagen auf Binance erreichen Mehrjahrestief
Trotz der starken Verkaufswelle gibt es erste Signale für eine baldige Erschöpfung des Abwärtsdrucks. Die Einlagen von Großinvestoren, sogenannten Walen, auf Binance sind auf ein durchschnittliches Volumen von 61 Millionen US-Dollar gesunken.
Dies entspricht dem niedrigsten Stand seit dem Jahr 2021. Der Analyst Darkfost interpretiert diese Entwicklung als klassischen Fall von Verkäufer-Erschöpfung, bei der das Angebot knapper wird, während die Nachfrage jedoch noch auf sich warten lässt.
On-Chain-Daten als Hoffnungsschimmer für Ripple
Der native Token des Krypto-Unternehmens Ripple leidet derzeit unter einer extrem negativen Marktstimmung. Das Analyseunternehmen Santiment verzeichnete kürzlich einen Höhepunkt der pessimistischen Kommentare auf sozialen Plattformen wie X und Reddit.
Dennoch zeigen die Fundamentaldaten ein anderes Bild: Mit fast 50.000 aktiven Adressen innerhalb von 24 Stunden verzeichnete das Netzwerk die höchste On-Chain-Aktivität seit über zwei Monaten.
Sollte der Kurs eine Bodenbildung schaffen, werten Experten diese starke Diskrepanz zwischen öffentlicher Angst und realer Netzwerknutzung als klassisches Kaufsignal. Bis dahin ringt der Kurs weiterhin mit dem Widerstand bei 1 US-Dollar.


