Ripple: XRP-Kurs fällt erstmals seit November 2024 unter 1 US-Dollar
Der XRP-Kurs fällt nach Monaten wieder unter 1 US-Dollar, belastet durch Bridge-Abflüsse und drohende Makro-Daten.
Die Kryptowährung XRP ist erstmals seit November 2024 unter die psychologisch wichtige Marke von 1 US-Dollar gefallen. Der jüngste Kursrutsch auf bis zu 0,99 US-Dollar auf der Kryptobörse Binance folgt auf einen Zwischenfall bei der Coreum Cross-Chain-Bridge.
Unsicherheit vor wichtigen Makro-Daten
Unmittelbar vor dem Preisverfall wurden 200.000 Token aus der Coreum-Bridge abgezogen. Dies sorgte für spürbare Verunsicherung bei den Anlegern des Ripple-Netzwerks.
Gleichzeitig verzeichnet der Derivatemarkt eine erhöhte Aktivität. So erlebten die zugehörigen Futures einen rasanten, zweistelligen Anstieg bei den Handelsvolumina.
Analysten führen diese Nervosität auf die bevorstehende Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise (CPI) am Mittwoch zurück. Diese Inflationsdaten gelten als entscheidender Indikator für die weitere Zinsentwicklung und den gesamten Kryptomarkt.
Schwaches Jahr trotz positiver Ökosystem-News
Unabhängig vom aktuellen Rücksetzer verzeichnet der Altcoin bisher ein enttäuschendes Jahr. Seit Jahresbeginn hat XRP rund 46 Prozent seines Wertes eingebüßt und schneidet damit deutlich schlechter ab als Bitcoin.
Dabei mangelt es nicht an positiven Entwicklungen im Ökosystem. Das Fintech-Unternehmen sicherte sich kürzlich die vollständige MiCA-Lizenz in Europa und führte neue Funktionen wie ein natives Lending Protocol ein.
Zudem ist der Token nun für britische Händler über die Handelsplattform Robinhood verfügbar. Doch die fundamentalen Fortschritte spiegeln sich nicht im Token-Preis wider.
Ein Hauptgrund für die verhaltene Kursentwicklung bleibt das massive Angebot. Die große Anzahl an Token, die sich weiterhin unter der direkten Kontrolle des Unternehmens befindet, wirkt als ständige Preisbremse auf den Markt.


