Bitcoin-Volatilität handelbar: CME führt VIX-ähnlichen Future ein
Die CME bringt am 1. Juni einen Bitcoin-Volatilitäts-Future auf den Markt, der wie der VIX am Aktienmarkt funktioniert.
Die Chicago Mercantile Exchange (CME) startet am 1. Juni einen neuen Future-Kontrakt auf die Volatilität von Bitcoin. Mit dem sogenannten BVI-Kontrakt können institutionelle Händler künftig Schwankungen der größten Kryptowährung absichern. Dabei müssen sie nicht mehr auf eine direkte Kursrichtung wetten.
Der VIX für den Krypto-Markt
In traditionellen Finanzmärkten ist der VIX als Angstbarometer bekannt. Er misst die erwartete Schwankungsbreite des S&P 500. Genau dieses Konzept überträgt die Terminbörse nun auf das digitale Gold.
Der neue Kontrakt mit dem Ticker BVI basiert auf dem hauseigenen BVXS-Index. Dieser spiegelt die implizite Volatilität von BTC auf Sicht von 30 Tagen wider. Basis dafür sind die Orderbücher der bestehenden CME-Optionskontrakte für die Anlageklasse.
CFTC gibt grünes Licht für den Future
Die US-Aufsichtsbehörde CFTC hat das Finanzprodukt bereits offiziell zertifiziert. Damit steht dem Handelsstart auf den Handelsplattformen CME Globex und CME ClearPort nichts mehr im Weg.
Ein einzelner BVI-Kontrakt entspricht dabei dem 500-fachen Wert des zugrundeliegenden Index. Für institutionelle Investoren bietet die Börse somit ein reguliertes Umfeld, um Marktstress effizient einzupreisen.
Neuer Fokus auf Marktschwankungen
Bislang mussten Marktakteure auf Spot-ETFs oder direkte Terminkontrakte zurückgreifen, um sich am Markt zu positionieren. Das neue Instrument entkoppelt nun die Erwartungshaltung an die Volatilität von der tatsächlichen Preisentwicklung.
Ob sich das Werkzeug als Standard etablieren wird, hängt stark von der zukünftigen Liquidität ab. Der Markt muss erst noch beweisen, dass genügend Händler dieses Instrument zur Risikoabsicherung im großen Stil nutzen werden.


