Bitcoin gerät unter Druck: Zinserhöhungen der Fed wahrscheinlicher
Gestiegene Erwartungen an Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed setzen den Bitcoin-Kurs derzeit unter Druck.
Gestiegene Erwartungen an Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve belasten das Marktumfeld für Bitcoin. Laut aktuellen Daten des CME FedWatch-Tools beläuft sich die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im Dezember 2026 mittlerweile auf 54,1 Prozent.
Makroökonomischer Gegenwind für das digitale Gold
Bislang rechneten viele Anleger mit sinkender Inflation und baldigen Zinssenkungen. Dieses Szenario hat sich nun gedreht. Lediglich 1,5 Prozent der Marktteilnehmer gehen derzeit von einer geldpolitischen Lockerung aus, während 44,4 Prozent ein unverändertes Zinsniveau erwarten.
Die US-Notenbank hatte ihre Zielspanne zuletzt bei 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Ein möglicher Zinsschritt nach oben verteuert Kredite und entzieht dem Finanzmarkt Liquidität. Dies erschwert die Rahmenbedingungen für risikobehaftete Anlageklassen wie die größte Kryptowährung spürbar.
Steigende Anleiherenditen fordern BTC heraus
Die Zinswende macht sich bereits massiv außerhalb des Kryptomarktes bemerkbar. So stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt auf 4,67 Prozent, während 20- und 30-jährige Papiere sogar über 5,18 Prozent rentieren.
Diese Niveaus machen festverzinsliche Wertpapiere zunehmend zur Konkurrenz für zinslose Assets wie BTC. Parallel dazu verzeichnete der US-Dollar deutliche Gewinne, was die globalen Finanzbedingungen zusätzlich verschärft.
ETF-Nachfrage im Stresstest
In diesem herausfordernden Umfeld notiert der Bitcoin-Kurs bei rund 77.300 US-Dollar. Damit bewegt sich der Preis etwa 38,7 Prozent unter seinem Allzeithoch aus dem Oktober 2025.
Die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung liegt derzeit bei 2,57 Billionen US-Dollar, bei einer Bitcoin-Dominanz von 60,3 Prozent. Für die Bitcoin-Spot-ETFs stellt diese makroökonomische Gemengelage einen wichtigen Test dar. Es muss sich nun zeigen, ob die institutionelle Nachfrage stark genug ist, um einen festeren Dollar und höhere Anleiherenditen zu kompensieren.


