Drohende Fed-Zinserhöhung drückt den Bitcoin-Kurs massiv
Starke US-Arbeitsmarktdaten treiben die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung auf 68 Prozent und belasten Bitcoin.
Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve ist nach unerwartet starken Arbeitsmarktdaten auf 68 Prozent gestiegen. Für Bitcoin bedeutet diese makroökonomische Entwicklung einen erheblichen Preisdruck, der den Kurs im Vorfeld der nächsten Notenbanksitzung belastet.
Starke US-Wirtschaft befeuert Zinsangst
Der jüngste US-Arbeitsmarktbericht übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Statt der prognostizierten 85.000 neuen Stellen schuf die amerikanische Wirtschaft im Mai rund 172.000 Arbeitsplätze.
Als direkte Reaktion darauf passten die Anleihemärkte ihre Prognosen an und preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent für eine baldige Leitzinserhöhung ein.
Führende Vertreter der Notenbank wie Beth Hammack warnen bereits davor, dass größere geldpolitische Anpassungen nötig sein könnten, um die anhaltend hohe Inflation in den Griff zu bekommen.
Bewährungsprobe für den neuen Fed-Chef
Kevin Warsh, der kürzlich als 17. Vorsitzender der Federal Reserve vereidigt wurde, versprach bei seinem Amtsantritt einen strikteren Kurs zur Inflationsbekämpfung. Seine bisherigen Aussagen deuten auf einen tiefgreifenden Strukturwechsel innerhalb der US-Geldpolitik hin.
Die kommende FOMC-Sitzung am 17. und 18. Juni gilt daher als entscheidender Termin für die internationalen Finanzmärkte. Warsh muss nun beweisen, ob er die Zinsen tatsächlich anhebt oder die aktuelle geldpolitische Haltung vorerst beibehält.
Gegenwind für die größte Kryptowährung
Obwohl Warsh in Branchenkreisen durch seine Vergangenheit mit Stablecoin-Projekten als kryptofreundlichster Fed-Chef der Geschichte gilt, dominiert derzeit die strenge Zinsmathematik den Markt.
Das digitale Gold verzeichnete infolge der schwindenden Zinssenkungserwartungen einen drastischen Rückgang von 82.000 auf die niedrige Marke von 60.000 US-Dollar. Parallel dazu verzeichneten Bitcoin-Spot-ETFs eine beispiellose Serie an Kapitalabflüssen.
Die nächste große Preisbewegung der Leitwährung hängt nun maßgeblich von den Signalen ab, die die Federal Reserve Mitte Juni an die Anleger sendet.


