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Russland weitet Bitcoin-Mining-Verbot auf Moskau bis 2032 aus

Russland reagiert auf lokale Stromengpässe und verbietet das Krypto-Mining in Moskau und weiteren Regionen bis Ende 2032.

1. August 2026 · 10:31 · 2 Min. Lesezeit
Eine Bitcoin-Münze neben einem industriellen Mining-Gerät vor der Skyline von Moskau.

Russland weitet seine bestehenden Beschränkungen für das Krypto-Mining massiv aus und hat nun auch die Hauptstadt Moskau auf die Verbotsliste gesetzt. Die neuen Regulierungen treten am 15. August 2026 in Kraft und sollen bis zum 31. Dezember 2032 gelten. Hintergrund für diesen drastischen Schritt sind wachsende Bedenken der Regierung hinsichtlich der nationalen Stromversorgung.

Stromengpässe zwingen zu harten Maßnahmen

Die von Premierminister Michail Mischustin unterzeichnete Resolution Nr. 936 ändert einen früheren Erlass aus dem Dezember 2024. Das aktualisierte Regelwerk umfasst nun Moskau, die umliegende Region sowie weite Teile des Gebiets Kursk.

In der Region Kursk sind konkret acht kommunale Bezirke sowie die Stadt Lgow von den neuen Einschränkungen betroffen. Das Verbot zielt direkt auf Gebiete ab, die bereits jetzt mit einer starken Auslastung ihrer Stromnetze kämpfen.

Massive Auswirkungen auf das Bitcoin-Netzwerk

Da industrielle Mining-Farmen primär auf das Schürfen von Bitcoin (BTC) ausgerichtet sind, trifft die Regulierung das größte Proof-of-Work-Netzwerk hart. Russland gehört traditionell zu den wichtigsten und größten Standorten für die Bereitstellung der globalen Hashrate.

Das Energieministerium der Region Moskau begründet den restriktiven Kurs mit einer rasant steigenden Stromnachfrage durch die Krypto-Industrie. Aktuellen Schätzungen zufolge sind in Moskau und dem Umland derzeit 65 Rechenzentren mit einer Gesamtkapazität von 734 Megawatt an das Stromnetz angeschlossen.

Weitere Regionen im Visier der Behörden

Die aktuellen Beschlüsse reihen sich in eine breitere Regulierungskampagne der russischen Behörden ein. Zuvor wurden bereits strenge Restriktionen in asiatischen Landesteilen wie Burjatien und der Region Transbaikalien erlassen.

Dort gilt ein entsprechendes Mining-Verbot bereits ab dem 1. April 2026 und bleibt voraussichtlich bis zum 15. März 2031 bestehen. Die staatliche Kontrolle über den energieintensiven Krypto-Sektor nimmt damit landesweit weiter zu.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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