Russland legalisiert Krypto-Handel – Bitcoin-Zahlungen bleiben verboten
Ein neues Gesetz in Russland reguliert den Krypto-Handel streng, während die Nutzung als Zahlungsmittel verboten bleibt.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein umfassendes Gesetz zur Regulierung von Kryptowährungen unterzeichnet. Während der Handel auf lizenzierten Börsen künftig legalisiert wird, bleibt die Nutzung von Bitcoin (BTC) und anderen digitalen Währungen als alltägliches Zahlungsmittel strikt untersagt.
Strenge Auflagen für Krypto-Börsen
Ab dem 1. Juli 2027 dürfen nur noch staatlich registrierte Unternehmen Krypto-Börsen in Russland betreiben. Diese Anbieter müssen ein Mindestkapital von 15 Millionen Rubel (rund 187.000 US-Dollar) vorweisen und einer Selbstregulierungsorganisation im Finanzmarkt beitreten.
Der Zugang für Privatanleger wird dabei stark reglementiert. Nach einem obligatorischen Wissenstest dürfen unqualifizierte Investoren hochliquide Kryptowährungen für maximal 300.000 Rubel pro Jahr erwerben. Für qualifizierte Anleger entfällt dieses Kauflimit vollständig.
Fokus auf Krypto-Mining und Außenhandel
Bereits zuvor hatte Russland das Krypto-Mining offiziell legalisiert. Das nun verabschiedete Gesetz schließt die noch offene regulatorische Lücke für den Handel und die Verwahrung der geschürften digitalen Assets.
Besonders relevant für westliche Beobachter sind die Ausnahmeregelungen für den internationalen Handel. Um den Druck westlicher Sanktionen abzufedern, erlaubt die russische Regierung weiterhin grenzüberschreitende Zahlungen mit geminten Coins sowie über digitale Asset-Plattformen.


