Citigroup-CEO fordert klares Krypto-Gesetz für Bitcoin und Stablecoins
Citigroup-CEO Jane Fraser drängt auf das neue Krypto-Gesetz zur Regulierung von Bitcoin und Stablecoins in den USA.
Jane Fraser, CEO der US-Großbank Citigroup, hat sich für die Verabschiedung des sogenannten „Crypto Clarity Acts“ ausgesprochen. Das Gesetz soll die regulatorische Klarheit für digitale Vermögenswerte wie Bitcoin (BTC) und Stablecoins in den USA deutlich verbessern. Die entscheidende Abstimmung im US-Kongress wurde kürzlich aus Zeitmangel auf September verschoben.
Ruf nach sicherer Adaption und Innovation
Fraser betonte, dass Citigroup als führendes Institut im Bereich digitaler Assets an einer sicheren Adaption der Krypto-Technologie interessiert sei. Eine gute Regulierung müsse technologische Innovationen fördern und gleichzeitig das traditionelle Finanzsystem schützen.
„Ich denke, ein gutes Gesetz wäre exzellent für das System“, erklärte die Bankmanagerin. Man wolle die regulatorischen Rahmenbedingungen daher nicht blockieren, sondern aktiv mitgestalten.
Konfliktpunkt Stablecoins und Zinsen
Ein zentraler Streitpunkt des Entwurfs betrifft Stablecoins, zu denen auch der an den US-Dollar gekoppelte Marktführer Tether (USDT) gehört, sowie deren mögliche Verzinsung. Die US-Bankenlobby warnt davor, dass Krypto-Börsen den traditionellen Banken wichtige Einlagen abziehen könnten, wenn sie lukrative Renditen auf Krypto-Guthaben anbieten.
Auch Fraser äußerte Bedenken, dass ein solches Renditesystem vor allem kleinen US-Banken massiv schaden könnte. Dennoch habe Citigroup die Hoffnung auf Nachbesserungen nicht aufgegeben und wolle das Gesetz durch den Kongress bringen.
Breite politische und institutionelle Debatte
Die Fronten in der Krypto-Industrie bleiben bei diesem Thema verhärtet. Die größte US-Kryptobörse Coinbase hatte dem Entwurf bereits im Januar die Unterstützung entzogen, nachdem Bankenchefs ein striktes Zinsverbot für Stablecoins gefordert hatten.
Unterstützung erhält der überparteiliche Gesetzentwurf hingegen von großen Finanzinstituten wie Fidelity und Goldman Sachs. Obwohl die Krypto-Regulierung zunehmend zu einem wichtigen Wahlkampfthema wird, wird der aktuelle Entwurf im Hintergrund von Demokraten und Republikanern gemeinsam weiterentwickelt.


