Chinesische Zentralbank fordert strengere Regeln für Stablecoins wie Tether
Die chinesische Zentralbank pocht auf strengere internationale Regeln für Stablecoins im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr.
Die chinesische Zentralbank (PBOC) fordert eine strengere Überwachung und internationale Regulierung von Stablecoins. Wang Xin, Generaldirektor des Forschungsbüros der PBOC, betonte kürzlich die wachsende Bedeutung von wertgedeckten Kryptowährungen wie Tether (USDT) im globalen Zahlungsverkehr.
Sorge vor Risiken bei internationalen Zahlungen
Laut Berichten des chinesischen Nachrichtenportals The Paper drängt Wang darauf, die Auswirkungen von Stablecoins genau zu beobachten. Dabei müsse die internationale Koordination bei der Regulierung zwingend verbessert werden.
Der Notenbanker warnte zudem davor, dass eine zunehmende Unsicherheit oder gar eine Instrumentalisierung von Zahlungssystemen normale grenzüberschreitende Transaktionen stören könnten. Gleichzeitig betonte er, dass auch die Rolle von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) in diesem Kontext genauer untersucht werden müsse.
Chinas harter Kurs gegen private Kryptowährungen
Die aktuellen Äußerungen spiegeln die anhaltende Skepsis der chinesischen Aufsichtsbehörden gegenüber dezentralen Finanzmitteln wider. Wang sprach sich zwar für eine vorsichtige Erforschung aus, kündigte jedoch keine Lockerung der strikten Krypto-Politik an.
Erst im Februar hatten die PBOC und sieben weitere Behörden die unbefugte Ausgabe von Stablecoins verboten, die an den chinesischen Yuan gekoppelt sind. Diese strengen Vorgaben unterstreichen Pekings klare Präferenz für staatlich kontrolliertes digitales Geld gegenüber privat emittierten Token.
Wachstum des Stablecoin-Marktes hält an
Der Vorstoß aus China fällt in eine Phase des rasanten Wachstums für Krypto-Ersatzwährungen. Marktführer wie Tether dominieren das Segment, dessen gesamte Marktkapitalisierung laut DefiLlama zuletzt auf rund 315 Milliarden US-Dollar anstieg.
Daten der Plattform CEX.io zeigen, dass Stablecoins in Hochphasen bis zu 75 Prozent des gesamten Krypto-Handelsvolumens ausmachen. Das quartalsweise Transaktionsvolumen überstieg in diesem Bereich zeitweise die Marke von 28 Billionen US-Dollar.


