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Britische FCA präsentiert Krypto-Regeln: Folgen für Tether (USDT)

Die britische FCA veröffentlicht finale Krypto-Richtlinien für 2027 und senkt die Kapitalanforderungen für Stablecoins.

7. Juli 2026 · 10:41 · 2 Min. Lesezeit
Die britische Flagge überlagert mit einem Kurs-Chart und dem Logo der Kryptowährung Tether (USDT)

Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) hat finale Richtlinien für einen neuen Krypto-Rechtsrahmen vorgestellt, der im Oktober 2027 in Kraft treten soll. Matthew Long, FCA-Direktor für digitale Vermögenswerte, sieht in dem Regelwerk den Startschuss für einen reiferen und transparenteren Markt in Großbritannien.

Neue Kapitalanforderungen für Stablecoin-Emittenten

Im Zuge ausgiebiger Branchenkonsultationen hat die Regulierungsbehörde entscheidende Anpassungen an ihren ursprünglichen Entwürfen vorgenommen. Die Kapitalanforderungen für qualifizierte Emittenten von wertgedeckten Token wurden von zwei Prozent auf ein Prozent der im Umlauf befindlichen Einheiten gesenkt.

Diese Entscheidung ist hochrelevant für Anbieter, die Stablecoins wie Tether (USDT) für britische Kunden zugänglich machen. Als größte Kryptowährung mit Fiat-Bindung steht USDT zunehmend im Fokus nationaler Aufsichtsbehörden, um systemische Risiken im Zahlungsverkehr zu minimieren.

Entlastung für Krypto-Handelsplätze

Auch für Handelsplattformen und Broker bringt das finale Regelwerk signifikante Erleichterungen. Anstatt einer ehemals geforderten hundertprozentigen Kapitaldeckung für Handelspositionen verlangt die FCA künftig nur noch eine Absicherung von 40 Prozent des Nettoengagements.

Zudem lockert die britische Behörde die Offenlegungspflichten für kleinere Unternehmen. Die Vorgaben zur Verwahrung digitaler Vermögenswerte wurden ebenfalls vereinfacht, um den operativen Aufwand für Start-ups zu reduzieren.

Fokus auf Vertrauen statt Risikovermeidung

Laut Matthew Long markieren diese regulatorischen Maßnahmen den Übergang von rechtlicher Unsicherheit zu einem verlässlichen Geschäftsumfeld. Klare und konsistente Standards sollen das Vertrauen von institutionellen wie privaten Investoren in die Marktmechanismen stärken.

Gleichzeitig stellt der FCA-Direktor klar, dass die neuen Richtlinien allgemeine Anlagerisiken am Kryptomarkt nicht eliminieren können. Das übergeordnete Ziel der Behörde sei es, faire Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Branchenwachstum zu schaffen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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