Bitcoin verliert gegen Gold: Bank of America rät zum Edelmetall
Während die US-Staatsverschuldung steigt, schlägt Gold das digitale Pendant Bitcoin und erreicht ein 10-Wochen-Hoch.
Die Kryptowährung Bitcoin schwächelt derzeit im direkten Vergleich mit Gold. Der Stratege Michael Hartnett von der Bank of America (BofA) rät Anlegern nun, auf das physische Edelmetall zu setzen, um sich gegen die massiv steigende US-Staatsverschuldung abzusichern. Das Verhältnis zwischen Gold und der digitalen Leitwährung (XAU/BTC) erreichte in der Folge ein neues 10-Wochen-Hoch.
Warnung vor explodierenden US-Schulden
Hartnett formuliert in seinem aktuellen Bericht eine klare Warnung für die globalen Märkte. Die Verschuldung der USA wird demnach bis Ende August die Marke von 40 Billionen US-Dollar erreichen.
Diese massive Schuldenlast dürfte laut dem BofA-Strategen zu einer Abwertung des US-Dollars führen. Gleichzeitig warnt er vor einem möglichen Einbruch am Anleihemarkt, da Investoren zunehmend in den Sektor der Künstlichen Intelligenz abwandern.
Der Analyst sieht Gold daher als optimale Lösung, um Kapital abzusichern. Auch der Milliardär Ray Dalio äußerte sich laut Marktbeobachtern kürzlich positiv über die langfristigen Perspektiven von physischem Gold im Vergleich zu digitalen Anlagen.
Gold hängt das digitale Gold ab
Die aktuelle Kursentwicklung stützt die These der Bank of America. Der XAU/BTC-Indikator ist seit Ende Juli um rund 15 Prozent gestiegen.
Damit performt das traditionelle Edelmetall deutlich besser als der Kryptomarkt. Während der Goldpreis zuletzt spürbare Zuwächse verzeichnete, steckt die größte Kryptowährung in einer Seitwärtsphase fest.
Der Kurs von BTC pendelt momentan hartnäckig zwischen 62.000 und 65.000 US-Dollar. Der fehlende Kaufdruck lässt das Asset auf der Stelle treten.
Ausblick und Geldpolitik im Fokus
Trotz der optimistischen Töne für das Edelmetall bleibt die künftige Zinspolitik der US-Notenbank (Fed) ein entscheidender Faktor. Die anstehenden FOMC-Protokolle könnten wichtige Hinweise auf weitere Zinsentscheidungen im September liefern.
Eine restriktivere Geldpolitik und anhaltend hohe Zinsen könnten den Aufwärtstrend sowohl bei Gold als auch bei BTC dämpfen.
Aus technischer Sicht braut sich bei der Krypto-Leitwährung auf dem Wochen-Chart zudem ein rückläufiges Signal zusammen. Ein drohender Crossover wichtiger Durchschnittslinien sowie ein schwacher RSI-Wert sprechen momentan eher für eine Dominanz der Bären am Markt.


