Bitcoin-Verkaufsdruck sinkt nach 4-Milliarden-Dollar-Rückgang bei Tether
Ein massiver Kapitalabfluss bei Tether deutet laut CryptoQuant auf ein baldiges Ende des Bitcoin-Abverkaufs hin.
Der Verkaufsdruck auf Bitcoin könnte bald ein Ende finden, nachdem die Marktkapitalisierung des Stablecoins Tether (USDT) innerhalb von zwei Monaten um vier Milliarden US-Dollar geschrumpft ist. Eine aktuelle Analyse des Datenanbieters CryptoQuant wertet diesen drastischen Liquiditätsabfluss als historisches Signal für eine bevorstehende Trendwende am Kryptomarkt.
Historischer Rückgang bei der größten Stablecoin
Tether hat einen der stärksten Rückgänge seiner Geschichte verzeichnet. Allein in einer jüngsten 11-Tage-Periode verschwanden 870 Millionen US-Dollar aus dem Ökosystem der Stablecoin. Dies zeigt, dass es sich nicht nur um verzögerte Rückgaben aus der Vergangenheit handelt.
Der gleitende 30-Tage-Durchschnitt der USDT-Marktkapitalisierung wies laut CryptoQuant im August ein Minus von 4,88 Milliarden US-Dollar über eine 60-Tage-Frist auf. Den absoluten Höhepunkt der Kontraktion markierte der 13. Juli mit einem drastischen Rückgang von 5,72 Milliarden US-Dollar.
Bitcoin-Verkaufsdruck erreicht Erschöpfungspunkt
Stablecoins dienen dem Krypto-Sektor als essenzielle Liquiditätsquelle. Ein schrumpfendes Angebot bedeutet in der Regel, dass weniger „trockenes Pulver“ für neue Investitionen zur Verfügung steht.
Dennoch deuten die Analysten von CryptoQuant darauf hin, dass extreme Phasen der USDT-Kontraktion historisch gesehen am Ende von makroökonomischen Abschwüngen auftreten. Der Markt erreicht an diesem Punkt ein Stadium, an dem der Verkaufsdruck auf die größte Kryptowährung eher versiegt, als sich weiter zu beschleunigen.
Parallelen zum Krypto-Bärenmarkt von 2022
Die aktuellen Kapitalflüsse und der fallende Kurs des digitalen Goldes reagieren auf dieselben risikoscheuen Marktbedingungen. Anleger ziehen ihr Geld parallel zu den Abverkäufen am Spotmarkt ab, was die schrumpfende Marktkapitalisierung von Tether erklärt.
Zusätzliche technische Indikatoren, wie eine wöchentliche RSI-Divergenz, erinnern Experten zufolge stark an die Marktumkehr im Jahr 2022. Dies liefert der Analyse zufolge weitere handfeste Indizien dafür, dass sich der aktuelle Bärenmarkt in seiner finalen Phase befinden könnte.


