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Bitcoin verdrängt KI: Makro-Investor erwartet nächste große Gewinne

Makro-Investor Jordi Visser sieht das Zeitalter extremer KI-Renditen beendet und rückt Bitcoin ins Zentrum der Märkte.

30. Juli 2026 · 17:46 · 2 Min. Lesezeit
Makro-Investor Jordi Visser vor einem Bitcoin-Kurs-Chart

Der erfahrene Makro-Investor Jordi Visser sieht das Ende der extremen Gewinnmargen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Stattdessen identifiziert der Markt-Experte Bitcoin (BTC) als das nächste große Ziel für überdurchschnittliche Renditen. Diese Einschätzung folgt auf aktuelle Unternehmenszahlen, die einen massiven Kapitalverbrauch der großen Technologiekonzerne belegen.

Big Tech verbrennt Milliarden für KI-Infrastruktur

Die größten Akteure im KI-Sektor geben derzeit schneller Kapital aus, als sie einnehmen. Aktuelle Quartalszahlen verdeutlichen diesen Trend der schrumpfenden Barreserven eindrucksvoll.

So verzeichnete Google zuletzt höhere Ausgaben als Einnahmen – ein Novum seit dem Börsengang im Jahr 2004. Auch bei Meta schrumpfte der freie Cashflow innerhalb eines Jahres drastisch von 8,5 Milliarden auf lediglich 784 Millionen US-Dollar.

Der Social-Media-Konzern erwirtschaftete zwar ein Umsatzplus von 28 Prozent, sah sich aber mit einem Kostenanstieg von 55 Prozent konfrontiert. Um den Aufbau neuer Rechenzentren zu finanzieren, nahm das Unternehmen Kredite in Höhe von knapp 25 Milliarden US-Dollar auf.

Warum die größte Kryptowährung in den Fokus rückt

Jordi Visser, ehemaliger Chief Investment Officer bei Weiss Multi-Strategy Advisers, blickt auf über 30 Jahre Markterfahrung zurück. Der Anlageexperte sieht die Phase der extremen Vervielfachungen bei KI-Investments als abgeschlossen an.

Zwar bleibt der Sektor grundsätzlich profitabel, jedoch rechnet der Analyst aufgrund starker Open-Source-Konkurrenz künftig eher mit jährlichen Renditen um die 30 Prozent. Die Zeit der schnellen, sieben- bis achtfachen Gewinne sei für Investoren vorüber.

In diesem Marktumfeld positioniert sich das digitale Gold als attraktive Alternative. Während die Gewinnmargen der Tech-Giganten unter Druck geraten, bietet die führende Kryptowährung nach Ansicht des Analysten das nächste große Aufwärtspotenzial für Risikokapital.

US-Aktienmarkt verliert an Schwung

Diese Umschichtungsthese wird durch Einschätzungen von Goldman Sachs gestützt. Die US-Investmentbank warnt davor, dass dem traditionellen Aktienmarkt derzeit das Kapital für weitere Kursrallyes fehlt.

Hedgefonds haben ihre Kreditaufnahme auf ein Fünfjahreshoch getrieben, um Aktienkäufe zu finanzieren. Gleichzeitig zieht sich der klassische Privatanleger zunehmend aus dem Handel zurück, was die Liquidität am Markt verringert.

Ein weiteres Risiko stellen computergesteuerte Fonds dar, die US-Aktien im Wert von rund 196 Milliarden US-Dollar halten. Ein anhaltender Abwärtstrend könnte diese Algorithmen zu massiven Verkäufen zwingen und institutionelle Gelder weiter in dezentrale Anlageklassen wie BTC treiben.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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