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Bitcoin-Update BIP-110 scheitert – US-Senat vertagt Krypto-Gesetz

Der umstrittene Bitcoin-Fork BIP-110 ist mangels Konsens gescheitert, während der US-Senat das CLARITY-Gesetz vertagt.

10. August 2026 · 00:41 · 2 Min. Lesezeit
Gespaltene Bitcoin-Münze vor dem Hintergrund des US-Kapitols als Symbol für den gescheiterten Fork und die US-Regulierung.

Der geplante Bitcoin-Soft-Fork BIP-110 ist aufgrund mangelnder Unterstützung aus der Community gescheitert. Zeitgleich hat der US-Senat die entscheidende Abstimmung über das Krypto-Gesetz CLARITY auf September verschoben, was die regulatorische Unsicherheit für die größte Kryptowährung verlängert.

Anti-Spam-Fork BIP-110 ohne Rückhalt

Die Befürworter des BIP-110-Updates wollten das Netzwerk von nicht-finanziellen Transaktionen wie Ordinals befreien. Der Vorschlag fand jedoch lediglich 2,5 Prozent Zustimmung vor der obligatorischen Signalisierungsphase.

Infolgedessen spaltete sich eine Minderheits-Chain ab, die innerhalb von acht Stunden lediglich zwei Blöcke schürfen konnte. Der Stillstand resultierte aus der gleichbleibend hohen Mining-Schwierigkeit, die das Fortführen der neuen Kette ohne lukrative Blockbelohnungen unwirtschaftlich machte.

Kritik von prominenten Branchenköpfen

Der Vorstoß stieß bei bekannten Vertretern des digitalen Goldes auf starken Widerstand. Michael Saylor warnte davor, dass der Ansatz die neutralen Regeln des Netzwerks bedrohe.

Auch Blockstream-CEO Adam Back äußerte Bedenken hinsichtlich der Konsensänderung. Er betonte, dass eine solche Anpassung die Glaubwürdigkeit von BTC beschädigen und bestimmte Transaktionsausgänge unnutzbar machen könnte.

CLARITY-Gesetz auf September vertagt

Neben den technischen Entwicklungen rückt die US-Politik in den Fokus. Die verfahrenstechnische Abstimmung über den CLARITY Act im US-Senat wurde von Mehrheitsführer John Thune auf den 15. September verschoben.

Krypto-Lobbyisten haben nun bis Mitte September Zeit, die erforderlichen 60 Stimmen zu sichern. Die Verhandlungen drehen sich primär um Ethikrichtlinien und den Schutz von Entwicklern in der Branche.

KI-Sicherheitsprüfung offenbart Schwachstellen

Parallel dazu hat eine freiwillige Sicherheitsgruppe namens Bitcoin Red Team das Ökosystem mit KI-Unterstützung untersucht. Die 16-köpfige Initiative entdeckte dabei fast 8.000 potenzielle Schwachstellen.

Darunter befanden sich 168 kritische Fehler und über 1.100 Probleme mit hohem Schweregrad. Das Team zielt darauf ab, die Infrastruktur der Kryptowährung proaktiv zu stärken.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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