Bitcoin rutscht unter 63.500 US-Dollar trotz positiver US-Inflationsdaten
Trotz erwartungsgemäßer US-Inflationsdaten fällt der Bitcoin-Kurs und kämpft mit der Unterstützung bei 63.000 US-Dollar.
Der Bitcoin-Kurs ist am Mittwoch trotz erwartungsgemäßer US-Inflationsdaten unter die Marke von 63.500 US-Dollar gefallen. Die größte Kryptowährung reagierte damit unerwartet schwach auf die makroökonomischen Zahlen und droht nun, die wichtige Unterstützung bei 63.000 US-Dollar zu durchbrechen.
US-Inflationsdaten im Rahmen der Erwartungen
Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im Juli im Monatsvergleich um 0,1 Prozent und im Jahresvergleich um 3,4 Prozent. Diese Werte entsprachen exakt den Prognosen der Analysten.
Während die Kosten für Unterkunft und Lebensmittel leicht anzogen, verzeichnete der Energiesektor einen Rückgang von 1,5 Prozent. Die Aktienmärkte in den USA reagierten auf diese Zahlen weitgehend ruhig.
Zinsschritte der Fed im September rücken in den Fokus
Fabian Dori, CIO der Sygnum Bank, sieht in den aktuellen Daten Anzeichen für eine schrittweise Abkühlung der Wirtschaft ohne akute Rezessionsangst. Eine weitere Erhöhung der Leitzinsen durch die US-Notenbank Federal Reserve wird dadurch unwahrscheinlicher.
Laut dem FedWatch-Tool der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause im September mittlerweile bei 60 Prozent. Vor einem Monat taxierten die Märkte diesen Wert noch auf lediglich 30 Prozent.
Der Krypto-Markt preist weitere Risiken ein
Obwohl eine Zinspause gemeinhin als positiv für Risikoanlagen gilt, zeigt sich das digitale Gold derzeit von seiner schwachen Seite. Andrei Grachev von DWF Labs weist darauf hin, dass der Optionsmarkt für BTC weiterhin eine deutliche Prämie für Absicherungen nach unten verlangt.
Insbesondere Put-Optionen nahe der 60.000-Dollar-Marke sind für das Verfallsdatum Ende August stark nachgefragt. Als nächster wichtiger Impulsgeber für die Finanzmärkte gelten nun die US-Erzeugerpreise (PPI), die am Donnerstag veröffentlicht werden.


