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Bitcoin-Risiko wächst: Japanischer Yen stürzt auf 40-Jahres-Tief

Der drastische Kursverfall des japanischen Yen birgt durch mögliche Carry-Trade-Auflösungen Risiken für den Kryptomarkt.

28. Juli 2026 · 12:21 · 2 Min. Lesezeit
Bitcoin-Münze vor einem absteigenden Kurs-Chart und japanischen Yen-Banknoten, die Marktrisiken symbolisieren.

Der japanische Yen ist gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand seit fast 40 Jahren gefallen, was die Risiken für Bitcoin spürbar erhöht. Der Kursrutsch unter die Marke von 163 befeuert Spekulationen um globale Carry-Trades, die als wichtige Liquiditätsquelle für den Kryptomarkt dienen.

Zinsdifferenz treibt Yen in den Keller

Analysten führen die anhaltende Schwäche der japanischen Währung auf die große Zinskluft zwischen Japan und den USA zurück. Zudem belasten hohe Energiepreise und Sorgen um die Staatsfinanzen den Wechselkurs massiv.

Hedgefonds positionieren sich derweil zunehmend gegen den Yen. Die bärischen Wetten erreichten laut aktuellen Marktdaten ein Volumen von rund 8,7 Milliarden US-Dollar und liegen damit nahe einem Rekordhoch aus dem Jahr 2008.

Bank of Japan unter Zugzwang

Die Bank of Japan hat die Risiken der Währungsabwertung bereits öffentlich anerkannt. Offizielle Stellen warnten, dass ein dauerhaft schwacher Yen die Importkosten in die Höhe treibt und somit die Inflation im Land weiter anheizen könnte.

Dennoch rechnen Marktbeobachter nicht mit einem sofortigen Eingreifen der Währungshüter. Experten gehen davon aus, dass die japanische Notenbank ihren Leitzins bei der anstehenden Sitzung am 31. Juli vorerst unangetastet lässt, nachdem dieser im Juni auf 1 Prozent angehoben wurde.

Warum der Yen-Crash BTC gefährdet

Die Schwäche des Yen hat direkte Auswirkungen auf die größte Kryptowährung. Investoren nutzen seit Jahren Kredite in der billigen japanischen Währung, um weltweit in renditestarke Risikoanlagen wie BTC zu investieren.

Solange die Kreditkosten in Japan niedrig bleiben, stützt dieser sogenannte Carry-Trade die Nachfrage nach dem digitalen Gold. Die Gefahr für den Kryptomarkt liegt jedoch in einer plötzlichen Trendwende.

Sollte die Notenbank die Zinsen überraschend anheben oder der Yen drastisch aufwerten, droht eine massive Auflösung dieser Positionen. Ein ähnliches Szenario löste bereits im August 2024 einen scharfen Abverkauf am Aktienmarkt sowie bei Kryptowährungen aus.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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