Bitcoin-Händler reduzieren Absicherungen vor dem Fed-Zinsentscheid

Optionshändler reduzieren vor dem Fed-Zinsentscheid ihre Absicherungen und setzen auf einen steigenden Bitcoin-Kurs.

27. Juli 2026 · 11:56 · 2 Min. Lesezeit
Ein Bitcoin-Symbol vor einem verschwommenen Kurs-Chart und dem Gebäude der US-Notenbank Federal Reserve

Optionshändler haben ihre Absicherungen gegen fallende Kurse der größten Kryptowährung im Vorfeld des anstehenden Zinsentscheids der US-Notenbank Federal Reserve deutlich reduziert. Der Markt rechnet am Mittwoch mit einer ruhigen Woche, weshalb das Interesse an kurzfristigen Put-Optionen für Bitcoin massiv eingebrochen ist.

Put/Call-Verhältnis für BTC sinkt drastisch

Das Put/Call-Verhältnis für das digitale Gold ist seit Ende Juni von 0,76 auf rund 0,52 gefallen. Dies zeigen aktuelle Daten des Analyseunternehmens Glassnode.

Anleger ziehen sich zunehmend aus Absicherungsgeschäften zurück. Stattdessen akkumulieren große Marktakteure derzeit Call-Optionen mit einem Basispreis von 70.000 US-Dollar, was auf die Erwartung steigender Spot-Kurse hindeutet.

Geringe Volatilität birgt Risiken für den Kryptomarkt

Die implizite Volatilität ist über alle Laufzeiten hinweg gedrückt. Für einwöchige Verträge liegt sie bei lediglich 34,3 Prozent, während sechsmonatige Optionen 40,8 Prozent einpreisen.

Auch der 25-Delta-Skew, der den Preisaufschlag für Absicherungen misst, ist für die einwöchige Laufzeit auf etwa 4 Prozent gesunken. Für Verträge mit drei bis sechs Monaten Laufzeit zahlen Händler weiterhin 11 bis 12 Prozent Prämie.

Der Markt modelliert die unmittelbare Zukunft somit ruhiger als die ferne. Dies bietet jedoch wenig Puffer, sollten die Projektionen der Federal Reserve die Investoren überraschen.

Stabilität bei 65.000 US-Dollar trotz Turbulenzen

Bitcoin hielt sich in der vergangenen Woche stabil nahe der Marke von 65.000 US-Dollar. Die Leitwährung trotzte damit einem breiteren Abverkauf von US-Technologieaktien.

Gleichzeitig konnte die Kryptobörse Binance ihren Marktanteil behaupten. Trotz allgemeiner Marktumschichtungen verzeichnete die Plattform Anfang Juli weiterhin Nettozuflüsse und verwahrt etwa 55 Prozent der branchenweiten Nutzergelder.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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