Bitcoin fällt unter 65.000 US-Dollar durch geopolitische Spannungen

Makroökonomischer Druck und geopolitische Spannungen drücken den Bitcoin-Kurs unter die Marke von 65.000 US-Dollar.

23. Juli 2026 · 20:42 · 2 Min. Lesezeit
Roter fallender Bitcoin-Kurschart vor dem Hintergrund eines Ölbohrturms

Bitcoin ist am Donnerstag unter die Marke von 65.000 US-Dollar gefallen, da geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran die traditionellen Finanzmärkte belasten. Der Kursrückgang der größten Kryptowährung folgt auf drastisch steigende Ölpreise und zunehmende Zinssorgen in den Vereinigten Staaten.

Geopolitische Spannungen belasten Krypto- und Aktienmärkte

Die eskalierende Lage im Nahen Osten zeigt deutliche Auswirkungen auf Risikoanlagen. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran aufgrund jüngster Houthi-Angriffe auf saudische Handelsschiffe mit Konsequenzen.

Infolge dieser Unsicherheit verzeichneten die US-Börsen spürbare Verluste. Der S&P 500 schloss 1,2 Prozent im Minus, während der technologielastige Nasdaq sogar 2,2 Prozent abgab.

Gleichzeitig kletterte der Preis für Brent-Rohöl auf über 100 US-Dollar pro Barrel. Dies stellt den höchsten Stand seit Anfang Juni dar und beunruhigt die Märkte zusätzlich.

Steigende Zinsen bedrohen das digitale Gold

Die makroökonomischen Turbulenzen befeuern die Inflationsängste der Anleger neu. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichten zuletzt ein 18-Monats-Hoch.

Laut Daten des FedWatch-Tools der CME Group rechnen die Märkte nun mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 40 Prozent mit einer Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte durch die Federal Reserve im Juli. Noch vor einer Woche lag dieser Wert bei lediglich 12 Prozent.

Höhere Leitzinsen gelten traditionell als starker Gegenwind für den Krypto-Sektor. Sie machen festverzinsliche Anlagen attraktiver und entziehen spekulativen Assets wie BTC die dringend benötigte Liquidität.

Analysten gespalten über den weiteren BTC-Kurs

Die Marktbeobachter bewerten die kurzfristige Preisentwicklung von BTC derzeit sehr unterschiedlich. Der Krypto-Händler Exitpump geht davon aus, dass die Erholungsrallye bald endet, und rät bei einem nachhaltigen Bruch der 65.000-Dollar-Marke zu Short-Positionen.

Andere Analysten zeigen sich weitaus optimistischer hinsichtlich der weiteren Chartentwicklung. Der Experte Jelle sieht nach wie vor Fortschritte im Chartbild und peilt bei einem Durchbruch der lokalen Widerstände die nächste Hürde bei 70.000 US-Dollar an.

Für den weiteren Verlauf dürfte unter anderem der einfache gleitende 21-Wochen-Durchschnitt (SMA) als wichtige Unterstützungszone für die Bullen dienen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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Reporter bei dcc.finance.

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