Bitcoin bleibt im Death Cross – Schwache US-Jobdaten stützen Kurs nicht
Schwache US-Jobdaten wecken Hoffnungen auf ein Zinsplateau, doch Bitcoin verharrt weiterhin in einem Death Cross.
Bitcoin wird derzeit bei rund 64.938 US-Dollar gehandelt und bleibt in einem bearishen Chartmuster gefangen. Obwohl überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten im Juli die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen senken, kann die größte Kryptowährung ihren Abwärtstrend vorerst nicht brechen.
US-Arbeitsmarkt verfehlt Erwartungen deutlich
Die US-Wirtschaft hat im Juli überraschend 23.000 Arbeitsplätze abgebaut. Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Aufbau von 95.000 Stellen gerechnet.
Dies markiert den ersten Netto-Verlust seit der Erholung nach der Pandemie. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 4,1 Prozent, jedoch primär, da mehr Menschen den Arbeitsmarkt komplett verlassen haben.
Zinswende als potenzieller Katalysator
Die Finanzmärkte werten die schwachen Daten als Signal an die US-Notenbank Federal Reserve, auf weitere Zinserhöhungen zu verzichten. Der US-Dollar verlor infolgedessen 0,5 Prozent an Wert.
Laut dem CME FedWatch Tool fiel die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im September von 55 auf 40 Prozent. Ein solches makroökonomisches Umfeld gilt traditionell als Rückenwind für Risikoanlagen wie das digitale Gold.
Chartanalyse zeigt anhaltende Schwäche
Trotz der fundamentalen Hoffnungszeichen zeigt der Kurs von BTC weiterhin ein bearishes Muster. Der Preis notiert unterhalb der wichtigen gleitenden Durchschnitte der letzten 50 und 200 Tage.
Da der kurzfristige Durchschnitt unter den langfristigen gefallen ist, befindet sich der Markt in einem sogenannten Death Cross. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 54,6 und deutet auf eine derzeit völlig neutrale Marktdynamik hin.
Bullen und Bären kämpfen um wichtige Zonen
Für ein bullisches Szenario müsste Bitcoin auf Tagesbasis die Widerstandsmarke von 66.000 US-Dollar überwinden. Dies könnte den Weg für einen Anstieg in Richtung der 72.000 US-Dollar ebnen.
Ein Rutsch unter die psychologische Grenze von 60.000 US-Dollar würde hingegen die Bären stärken und den Abwärtstrend zementieren. In diesem Fall droht ein erneuter Test des Juli-Tiefs bei rund 58.000 US-Dollar.


