Bitcoin-Angebot erreicht 60 Prozent Profit – Analysten warnen vor Rückschlag
Obwohl sich fast 60 Prozent aller Bitcoin wieder im Plus befinden, deuten On-Chain-Daten auf eine fragile Markterholung hin.
Die größte Kryptowährung verzeichnet einen deutlichen Anstieg profitabler Positionen, doch Experten mahnen zur Vorsicht. Aktuelle On-Chain-Daten der Analyseplattform CryptoQuant zeigen, dass sich im Juli fast 60 Prozent des zirkulierenden Bitcoin-Angebots wieder in der Gewinnzone befinden. Trotz dieser kurzfristigen Erholung warnen Analysten davor, voreilig einen neuen Bullenmarkt auszurufen.
Gefahr eines falschen Ausbruchs bei Bitcoin
Das sogenannte Supply in Profit ist von seinem Tiefststand Ende Juni bei 46,2 Prozent auf mittlerweile 57,5 Prozent geklettert. Damit ist der Anteil jener BTC, die aktuell mehr wert sind als zum Zeitpunkt ihres Erwerbs, wieder deutlich gestiegen.
Die Analysten von CryptoQuant weisen jedoch auf die Gefahr einer Bullenfalle hin. Bereits zwischen Ende April und Anfang Juni gab es einen ähnlichen Erholungsversuch, bei dem das profitable Angebot kurzzeitig auf 67 Prozent stieg, bevor der Kurs erneut einbrach.
Langzeitinvestoren realisieren weiterhin Verluste
Ein entscheidender Indikator bremst derzeit den Optimismus: der Long-Term Holder Spent Output Profit Ratio (LTH-SOPR). Der 30-Tage-Durchschnitt dieser Metrik notiert seit über 50 Tagen unter dem Wert von 1.
Dies bedeutet, dass Anleger, die ihr digitales Gold länger als sechs Monate gehalten haben, ihre Bestände aktuell überwiegend mit Verlust verschieben. Solche Bewegungen deuten auf eine anhaltende Kapitulationsphase hin.
Für die Bestätigung eines nachhaltigen Aufwärtstrends muss der LTH-SOPR dauerhaft über 1 verweilen, während gleichzeitig mehr als 64 Prozent des Gesamtangebots profitabel sein müssen.
Gemischte Nachfrage am Krypto-Markt
Die aktuelle Erholung bleibt somit fragil und wird durch eine gespaltene Marktdynamik geprägt. Während das Interesse der Kleinanleger am Spot-Markt schwächelt, verzeichnen Analysten zeitgleich eine steigende Allokation durch institutionelle Investoren.
Historisch gesehen markierte ein Verlustanteil von über 50 Prozent, wie er im vergangenen Monat erreicht wurde, oft den Wendepunkt eines Bärenmarktes. Ob der aktuelle Anstieg der Bitcoin-Gewinne den finalen Boden bestätigt, wird sich an der Ausdauer der institutionellen Nachfrage zeigen müssen.


