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Bank of England lockert Stablecoin-Regeln mit 40-Milliarden-Limit

Die Bank of England lockert ihre Reserveanforderungen für Stablecoins und führt eine Obergrenze von 40 Milliarden Pfund ein.

22. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Die Fassade der Bank of England in London neben einer symbolischen digitalen Stablecoin-Münze.

Die Bank of England (BoE) hat am Montag überarbeitete Richtlinien für systemrelevante Stablecoins veröffentlicht. Die britische Zentralbank lockert darin die Reserveanforderungen und ersetzt bisher geplante individuelle Haltelimits durch eine temporäre Gesamtobergrenze von 40 Milliarden Pfund.

Mehr Flexibilität bei den Währungsreserven

Unter den neuen Vorgaben dürfen Emittenten von systemrelevanten Stablecoins künftig bis zu 70 Prozent ihrer Reserven in verzinslichen Staatsanleihen halten. Der vorherige Entwurf sah hier noch eine striktere Grenze von 60 Prozent vor.

Diese Anpassung ist insbesondere für große Akteure auf dem Markt der Fiat-gekoppelten Kryptowährungen, wie etwa dem Branchenprimus Tether (USDT), von strategischer Bedeutung. Eine flexiblere Reservehaltung ermöglicht es den Unternehmen künftig, effizienter auf dem britischen Markt zu agieren.

Gesamtlimit statt strenger Einzelgrenzen

Eine zentrale Änderung betrifft die Abschaffung der ursprünglich vorgeschlagenen Haltelimits. Die Zentralbank plante zunächst, den Besitz auf 20.000 Pfund pro Privatperson und 10 Millionen Pfund pro Unternehmen zu beschränken.

Nach heftiger Kritik aus der Krypto-Industrie setzt die BoE nun auf ein temporäres Ausgabelimit von 40 Milliarden Pfund für den gesamten Sektor. Diese Obergrenze soll regelmäßig überprüft und aufgehoben werden, sobald keine Risiken mehr für die Kreditvergabe traditioneller Banken bestehen.

Klarer Fahrplan bis 2027

Mit der Veröffentlichung der neuen Regeln rückt ein verlässlicher Rechtsrahmen für digitale Währungen in Großbritannien näher. Die Bank of England plant, das Regelwerk bis Ende 2026 final abzuschließen.

Der offizielle Start der neuen Regulierung ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Während die BoE systemrelevante Zahlungs-Token überwacht, verbleiben kleinere, vorwiegend für das Krypto-Trading genutzte Stablecoins unter der Aufsicht der Financial Conduct Authority (FCA).

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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