US-Senatoren prüfen Tether-Kredit an Familie von Minister Lutnick
Die US-Senatoren Warren und Wyden fordern Aufklärung über einen angeblichen Tether-Kredit an Minister Howard Lutnick.
Die US-Senatoren Elizabeth Warren und Ron Wyden fordern Aufklärung über einen möglichen Kredit von Tether an die Familie von US-Handelsminister Howard Lutnick. Berichten zufolge soll das Stablecoin-Unternehmen den Transfer von Lutnicks Firmenanteilen an Cantor Fitzgerald an seine Kinder finanziell unterstützt haben.
Interessenkonflikt bei US-Kryptopolitik vermutet
Die demokratischen Spitzenpolitiker richteten ihre Anfragen in offiziellen Briefen direkt an Lutnick sowie an Tether-CEO Paolo Ardoino. Sie befürchten einen massiven Interessenkonflikt zwischen Lutnicks politischem Amt und dem größten Emittenten von US-Dollar-Stablecoins.
Lutnick ist maßgeblich an der Gestaltung der US-Kryptopolitik beteiligt. Er ist zudem Mitglied der Arbeitsgruppe des Präsidenten für digitale Vermögenswerte.
Tether-Kredit finanzierte angeblich Firmenübergabe
Vor seiner Ernennung zum Handelsminister leitete Lutnick das Finanzunternehmen Cantor Fitzgerald, das traditionell auch die US-Finanzen für den USDT-Herausgeber verwaltet. Um staatliche Ethikvorgaben für sein Kabinettsamt zu erfüllen, übertrug Lutnick das Unternehmen in die Hände seiner Söhne.
Ein familiärer Trust, der diesen Milliarden-Transfer abwickelte, soll dabei erhebliche finanzielle Hilfe von Tether erhalten haben. Die genaue Höhe der Kreditsumme ist bislang nicht öffentlich bekannt.
Politische Tragweite für den Stablecoin-Sektor
Sollten die Berichte zutreffen, werfe dies ernsthafte Fragen über den politischen Einfluss des Krypto-Unternehmens auf die Regierung auf. Erst im vergangenen Jahr verabschiedete der US-Kongress unter Präsident Donald Trump den sogenannten GENIUS Act zur Regulierung von Stablecoins.
Sowohl Tether-CEO Ardoino als auch Lutnick spielten bei der Verabschiedung dieses Gesetzes eine prominente Rolle. Weder das Handelsministerium noch das Krypto-Unternehmen haben sich bislang zu den Anfragen der Senatoren geäußert.


